Jährlich grüßt das Murmeltier. Wolfgang Wallner über den Kremser Traumstart.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 29. August 2017 (05:50)

Nach der vergangenen Saison darf man‘s eigentlich nicht laut sagen. Aber: Für den Kremser SC kann‘s kaum besser laufen. Vier Spiele, zwölf Punkte – toll, aber kein Grund, die Bodenhaftung zu verlieren. Die gleiche Bilanz wies der KSC zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr auf. Am Ende stand (wieder) ein verpasster Aufstieg. Jährlich grüßt das Murmeltier.

Die Bezirkshauptstadt kämpft seit Jahren um die Rückkehr ins Rampenlicht. Was Fertl & Co. bislang gezeigt haben, gibt Anlass zur Hoffnung. Mit dem Portugiesen Costa scheint Frenkie Schinkels einen echten Kracher an Land geholt zu haben. Einen Mann, der – wie in St. Peter – ein Spiel im Alleingang entscheiden kann.

Schinkels hat also nicht nur einen guten Schmäh, sondern auch ein gutes Auge. Würde er sich nicht auf Krems konzentrieren, könnte sich Frenkie ins Fäustchen lachen. Während sein Ex-Klub St. Pölten nicht in die Spur findet, läuft‘s beim ewigen Rivalen an der Donau blendend. Auch wenn es (vorerst) nur die 1. NÖN-Landesliga ist. Dass Krems am Dienstag den LASK zu einem attraktiven Traditionsduell ins Sepp-Doll-Stadion lotsen konnte, spricht für die Aufbruchsstimmung.

Die gilt‘s so lange wie möglich zu wahren. Entscheidend im Aufstiegsrennen wird aber der lange Atem im Finish.