Kratzen, beißen, kämpfen!. Über Rohrendorfs „Endspiel“ gegen Spratzern.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 16. April 2019 (02:33)

„Wir haben zu viel Fußball gespielt und zu wenig Abstiegskampf gezeigt.“ Rohrendorfs Trainer Sascha Kiss fand in seinem Fazit zur Niederlage gegen Kilb die perfekte Formulierung. Denn welche Tugenden sind gefragt, wenn es ums nackte Überleben geht?

Ganz klar: Kampfkraft, Wille und Aufopferungsbereitschaft. Drei Begriffe, die sich in der Praxis gegenseitig bedingen. Und was bedeutet das für die Spieler auf dem Rasen? So paradox es klingt: Sie müssen sich von allen Normen des schönen Spiels lösen, keinen Gedanken daran verschwenden, wie sie als Einzelspieler glänzen können, und das volle Potenzial ihrer mentalen Stärke ausschöpfen.

Diszipliniertes Verteidigen mit minimalem Risiko, aggressives Zweikampfverhalten, den Gegner ruhig auch einmal aus der Reserve locken und laufen, was die Lunge und die Muskeln hergeben. Kurz: kratzen, beißen und kämpfen, das sind die Dinge, die Rohrendorf am kommenden Wochenende im „Endspiel“ gegen Spratzern an den Tag legen muss. Dass die Moser-Boys das können, haben sie bewiesen. Den in der Rückrunde souveränen KSC brachten sie mit ihrer Giftigkeit an den Rand einer Niederlage. Nun müssen sie sich auf diese Leistung besinnen. Denn gegen Spratzern wird das für einen Sieg reichen.