Länger auf der sicheren Seite. Über die Renaissance der heimischen Tennissports.

Von Bert Bauer. Erstellt am 05. August 2020 (02:21)

Das Bedürfnis der Menschen, Sport unter freiem Himmel wieder live mit verfolgen zu können, zeigte sich nicht nur bei den Vorbereitungsspielen der Kicker, die zu „normalen Zeiten“ nicht annähernd so gut besucht waren. Am Samstag tummelten sich bei den Tennislandesmeisterschaften in Gedersdorf um die hundert Zaungäste.

Der „Dorfklub“ UTC Gedersdorf sorgte nicht nur für eine klaglose Ausrichtung, sondern hatte auch sportlich Grund zum Jubeln. Wenn ein Vater und sein Sohn, so wie Harald Fellner und David Wallechner, im Doppel Landesmeister werden, ist das nicht nur ungewöhnlich, sondern für viele sportaffine Familien auch beneidenswert.

Der Titel im Herren-Einzel von Paul Holzinger, einem weiteren Kremser und Sohn der „KTK-Institution“ und Damenteamkapitänin Beatrix Holzinger, unterstrich die Stärke der Region in der blau-gelben-Tennis-Amateurszene. Holzinger hatte seine Viertelfinalpartie bereits am Donnerstag absolviert, da er mit seinem Klub Harland auch in der Bundesliga im Einsatz war.

Die Renaissance der Tennisrackets scheint nicht nur der „Thiem-Mania“ geschuldet. Mit der kontaktlosen Ballsportart könnte man länger auf der sicheren Seite sein, sollte uns Corona wieder schärfere Einschränkungen bescheren.