Schopf: Der mit dem Ball tanzt. Bert Bauer über das Karriere-Ende von UHK-Kapitän Tobias Schopf.

Von Bert Bauer. Erstellt am 12. Juni 2018 (02:25)

In Insiderkreisen war zuletzt schon über das mögliche Karriere-Ende des UHK-Kapitäns spekuliert worden. Auch kurz nach dem turbulenten Meisterschaftsfinish hatte sich Tobias Schopf über dieses Thema noch sehr wortkarg geäußert. Offensichtlich war ihm die Entscheidung, die Wachauer Handballbühne endgültig zu verlassen, persönlich sehr schwer gefallen. Die Anforderungen im Job in der kaufmännischen Führungsetage einer Baufirma, die Doppelbelastung Beruf und Sport lassen seinen Entschluss nachvollziehen.

Mit ihm tritt einer der großen UHK-Sympathieträger der letzten Jahre ab. Abgesehen von seinen Glanzleistungen auf dem Parkett als mehrfacher HLA-Torschützenkönig blieb Tobi, wie er von den Fans stets liebevoll genannt wurde, auch abseits des Spielfeldes ein Aushängeschild des Klubs: keine Eskapaden, bodenständig, eloquent, offen, ohne Starallüren.

Dabei gehörte der Fußball ebenfalls zu seinen Lieblingssportgeräten. Einige Experten hatten ihm als trickreichen und wieselflinken Schüler in Langenlois und Haitzendorf bereits eine große Kicker-Laufbahn vorhergesagt. Tobi Schopf entschied sich jedoch für jene Sportart, die auch schon sein Vater in Eggenburg erfolgreich ausgeübt hatte – den Handball. Was folgt, ist Kremser Sportgeschichte. Der Kleine mit dem großen Kämpferherz tanzte auch mit dem Handball seine Gegenspieler aus.