Krems

Erstellt am 13. November 2018, 02:32

von Franz Aschauer

Titelzug ist für den KSC schon lange abgefahren. Franz Aschauer über die Herbstsaison des Kremser Sportclubs.

Der Kremser Sportclub verabschiedet sich auf dem sechsten Tabellenplatz in die Winterpause. 13 Punkte beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Stripfing. Der Meistertitel, den sich viele Fans so sehnlich zum 100-jährigen Bestehen des Vereins wünschen, ist zur Utopie geworden.

Abgefahren ist der Titelexpress aber eigentlich schon lange vor der Saison. Othmar Seidl gab sein Präsidentenamt ab und zog sich als Hauptsponsor zurück. Dem KSC ging seine größte Geldquelle verloren, Ersatz konnte bis dato noch keiner gefunden werden. Aus der Not geboren ist ein Philosophiewechsel. Das neue Leitbild gibt vor, ausschließlich Spieler aus der Region im Kader zu haben. Kaliber wie Tomas Peciar oder Lukas Schwaiger verließen Krems.

Qualität hat die Mannschaft aber auch ohne die „Auswärtigen“. Das zeigt schon alleine ein Jannick Schibany, der mit 15 Toren die Torschützenliste der 1. Landesliga anführt. Das Problem dabei: Stripfing hat eine ganze Armada von Spielern, die Schibanys Güteklasse haben. Alle anderen Mannschaften sind nicht über die Hummel-Elf zu stellen. Insofern ist Platz sechs eine herbe Enttäuschung. Zu spüren bekommt das der KSC auf den spärlich besetzten Tribünen. 222 Besucher gaben sich den Kick gegen St. Peter. Es sollte ein Alarmsignal sein.