Unerwartet und sensationell. Über Haitzendorfs sagenhaften Erfolgslauf.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 21. Oktober 2020 (02:25)

Schön, wenn es neben Geisterspielen und Kantinensperren noch andere berichtenswerte Ereignisse gibt. Dass Haitzendorf nach sieben Spielen noch ohne Punktverlust ist, gehört definitiv dazu.

Sieben Spiele und ein Torverhältnis von 31:3: So einen Saisonstart hat in der 2. Landesliga West zuletzt der Kremser Sportclub in der Saison 2013/14 geschafft. Der KSC blieb die gesamte Meisterschaft ungeschlagen und schaffte in der Folge beinahe den Durchmarsch in die Regionalliga. Daniel Bayer und Erwin Denk in der Defensive, Robert Fekete und Miro Slavov im Angriff. Das waren damals die Säulen des Kremser Erfolgs. Auch wenn die Vergangenheit immer heller strahlt als die Gegenwart: Haitzendorf muss sich mit seinem Kader nicht vor diesen Kalibern verstecken.

Nun wäre es unangebracht zu mutmaßen, welche Rolle die Kamptaler in der 1. Landesliga spielen könnten. Und kühn zu behaupten, dass sie sich in einer Liga, die schon stärkere Konkurrenten auf Lager hatte, nur noch selbst ein Bein stellen können. Legitim ist die Analyse mit Blick auf das, was im Sommer passiert ist. Da hat Haitzendorf nämlich vier Stammspieler abgegeben. Dass die Mannschaft nun derart erfolgreich unterwegs ist, war nicht zu erwarten und ist sensationell.