Verband hat Thaqi im Visier. Bert Bauer über die Suche des ÖHB nach einem neuen Teamchef.

Von Bert Bauer. Erstellt am 12. März 2019 (05:09)

Nach Österreichs mattem WM-Auftritt zog der Verband die Reißleine und trennte sich von Trainer Patrekur Jóhannesson, der beim dänischen Klub Skjern Håndbold anheuerte. Es sickerte durch, dass der ÖHB in Sachen Nachfolge eine heimische Lösung präferiere. Kein Wunder, dass schnell der Name Ibish Thaqi die Runde machte.

Schon vor einigen Wochen hatte Obmann Josef Nussbaum die Befürchtung geäußert, dass man den Kremser Erfolgscoach bald verlieren könnte. Thaqi selbst gab sich in dieser Angelegenheit (noch) bedeckt, denn er weiß selbst gut genug, dass sich jetzt ein öffentliches Teamchef-Interesse nicht nur negativ auf die Mannschaft, sondern auch auf sein persönliches Standing auswirken würde.

Für seine Bestellung würde nicht nur seine fachliche Kompetenz sprechen. Wer hätte dem 38-jährigen nach dem Umbruch beim UHK mit diesem jungen Team eine derartige Leistungsexplosion zugetraut? Perfekt ist auch sein Auftreten in der Öffentlichkeit. Was ihm noch fehlt: Erfahrung auf der internationalen Handball-Bühne.

Gesetzt den Fall, dass Thaqi mit Krems Meister und Cupsieger wird, was in der Wachau nicht mehr zu toppen wäre – ein ÖHB-Offert könnte für den Handball-Besessenen dann eine neue Herausforderung darstellen.