Werbung auf flotter Sohle. Wolfgang Wallner über den Erfolgsfaktor Wachau-Marathon.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 05. September 2017 (02:29)

Was für die einen fast schon „Wahnsinn“ ist, ist für die anderen die zweitschönste Nebensache der Welt. Der Laufvirus geht um in Österreich – davon profitiert auch der Wachau-Marathon. Und damit mittelbar auch die ganze Region.

Wenn 10.000 Menschen in die Wachau wie auch in die Bezirkshauptstadt strömen, bringt dies nicht nur Einnahmen, die in der Kassa klingeln. Viel wichtiger ist der langfristige Effekt: So mancher Läufer kehrt vielleicht als Kurzurlauber zurück oder als Kunde eines Weinbaubetriebs. Das ist kein Selbstläufer, sondern harte Arbeit. Dass mit Michael Buchleitner ein ehemaliger Spitzenläufer an der Spitze des Organisationsteams steht, ist dabei kein Fehler.

Buchleitner weiß, wie Läufer ticken. Was sie mögen und was sie stört. So strich er für heuer die von den Aktiven ungeliebte „Marathon-Schleife“ durch die Innenstadt. Davon profitieren auch die Anrainer, denen das wohl unvermeidliche Verkehrschaos einiges abverlangt. Durch die Streckenänderung verkürzt sich die Blockade im Kremser Stadtzentrum um gut zweieinhalb Stunden.

Eine Win-Win-Situation für Läufer wie auch für Einheimische. Klappt der „Doppelpass“ zwischen Veranstalter, Region und Wirtschaftsbetrieben so gut wie in der Wachau, kann‘s eben nur Sieger geben ...