Tauschgeschäft mit Bausünden?. Über zwei Aktivitäten im Stadtteil Stein.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 06. Mai 2020 (03:12)

Rund um die NÖ Landesgalerie in Stein sind die Bagger am Werk. Mit Millionenaufwand wird aus der oft bekrittelten Asphalt- und Schotterwüste nun doch noch ein Grünraum.

Damit macht das Land als Bauherr eine Bausünde gut. Die Sparmaßnahmen bei der Errichtung des „schiefen Würfels“, der längst zum neuen Wahrzeichen Steins geworden ist, waren optisch und klimatechnisch ein schwerer Fehler. Künftig kann man rund um das Haus im Grünen sitzen oder flanieren.

Was einige hundert Meter östlich passiert, ist dafür – zumindest für viele Anrainer und Freunde der Steiner Altstadt – der Supergau. Die Alte Schmiede mit Kern aus dem 16. Jahrhundert wird gerade durch einen Zubau massiv verändert. Hinweise, dass hier eine schwere Bausünde passiert, verhallten ungehört. Auch wenn der (umstrittene) Kremser Baubeirat grünes Licht gegeben und der Besitzer alle Auflagen erfüllt hat: Dieser Zubau gilt vielen als Frevel. Späte Reue wird hier aber leider nichts helfen.