Trauben hängen sehr hoch. Wolfgang Wallner über den Start des ESV Krems.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 20. September 2016 (06:20)

Die Rückkehr in die 2. Klasse hatte man sich beim ESV Krems anders vorgestellt. Auch wenn nun die ersten Tore gelangen: Konkurrenzfähig ist der Klub nur bedingt. Und die Frage stellt sich, ob sich der Klub mit dem „Aufstieg“ nicht ein Eigentor geschossen hat.

Schon beim Rückzug in die 3. Klasse Hornerwald war beim Kremser Traditionsklub schon immer klar: „Wir wollen wieder nach oben!“ Nach zwei Jahren der Konsolidierung war so weit.

Doch dass in der 2. Klasse Wachau ein weitaus rauerer Wind weht als in der Drittklassigkeit, mussten die ESV-Kicker bald erkennen. Als Mittelständler der 3. Klasse Hornerwald den Weg nach oben zu wagen, ist mit Risiko behaftet. Weil‘s schwer ist, die Kicker bei der Stange zu halten, wenn‘s Woche für Woche fünf oder mehr Gegentore setzt. Und weil der ESV auf Sicht ja auch wieder eine Reserve stellen muss, aber schon jetzt mit Personalsorgen kämpft.

Keine leichte Situation für die Kremser. Aber auch nicht für den Verband: Mit zwölf Klubs ist die Wachau-Klasse am unteren Limit. Mit noch weniger Vereinen würde sich die „Sinnfrage“ stellen. Die 2. Klasse Wachau braucht den ESV Krems. Auch, wenn der Rückkehrer momentan ganz schön viel Lehrgeld bezahlen muss.

Momentan profitiert die Liga, nicht aber die Kremser Elf…