Zwei Wochen der Wahrheit. Über Kremser Erfolgsfans.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 24. September 2019 (01:38)

Acht Spiele, vier Siege. Der Saisonstart des Kremser Sportclubs ist nicht nach Wunsch verlaufen. Der Anspruch war klar: Erst einmal bis zum Retz-Spiel möglichst unbeschadet durchkommen. Dieser Wunschtraum zerplatzte schon in der dritten Runde.

Die Erwartungshaltung vor der Saison war wie immer riesig in Krems. Der 10:1-Auftaktsieg gegen Ortmann befeuerte den Aufstiegsgedanken immens. Nach der Volksfest-Euphorie mit zwei stark besuchten Heimspielen macht sich nun wieder eine altbekannte Lethargie in Krems breit. 300 zahlende Besucher im Spitzenspiel der 1. Landes liga sind ein Witz, wenn zum gleichen Zeitpunkt 350 Menschen das Gebietsliga-Derby zwischen Langenlois und Wei ßenkirchen verfolgen.

Am Außenauftritt des KSC liegt es nicht. Der ist seit dieser Saison erfrischender denn je. Aktionen für Vereine in der Region oder Gratis-Eintritt für Frauen werden ausgiebig beworben. In Krems dreht sich wie immer alles um den sportlichen Erfolg. Stellt sich der im kommenden Auswärtsdoppler ein, wird man die Stecknadel im Sepp-Doll-Stadion nicht mehr auf den Boden fallen hören. Verliert Krems aber gegen Scheib lingkirchen und Kottingbrunn, ist der Meisterzug abgefahren. Dann droht eine Restsaison in Tristesse.