Komplizierte nächtliche Rettungsaktion in Wienerstraße. Rund zehn Meter tief stürzte ein 32-Jähriger auf der Flucht vor zwei anderen Männern in den frühen Morgenstunden des 4. Februars. Seine Rettung war eine Herausforderung für die Einsatzkräfte. Das Opfer überstand den Zwischenfall leicht verletzt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 04. Februar 2020 (12:14)

Der Pole, der für eine deutsche Firma einige Tage in Krems auf Montage war, besuchte am Abend des 3. Februars ein Innenstadtlokal, wo er dem Alkohol reichlich zusprach.

Im Streit mit zwei Männern

Später wechselte er mit zwei Männern, die er hier kennengelernt hatte, das Lokal und kam mit ihnen in Streit. In der Folge musste er nach seinen Angaben vor den beiden flüchten. Er lief auf den Langenloiserberg, wo er sich unweit der HAK den Weg durchs Getrüpp bahnte.

Absturz über steile Böschung

Bei einer steil abfallenden, rund zehn Meter hohen Böschung verlor er den Halt. Er rutschte ab und landete am Ende seine Absturzes auf einem Pultdach des Weingutes Knorr in der Wienerstraße. Dabei durchschlug er ein Pultdach aus Eternit. Das Gelände des Hauses konnte er wegen des schweren Gittertores nicht mehr verlassen.

Rettungsaktion mit Drehleiter

Die alarmierten Einsatzkräfte entschieden sich für eine Rettung mithilfe der Drehleiter. Die Feuerwehr half bei der Rettung des Verletzten, dem auch eine Notärztin des Roten Kreuzes zur Seite stand. Die herausfordernde Aktion verlief ohne Komplikationen. Erfreulicherweise konnte im Spital festgestellt werden, dass der Mann bei seinem nächtlichen Querfeldein-Ausflug nur Schnitt- und Schürfwunden und eine Platzwunde am Kopf erlitten hatte.

Opfer war stark alkoholisiert

Wie sich herausstellen sollte, dürfte der Alkohol einen wesentlichen Anteil an den Geschehnissen gehabt haben. Beim Opfer wurde eine Alkoholisierung von knapp 1,9 Promille festgestellt. Er dürfte aber bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Einsatz dauerte nur 30 Minuten

Neben einem Rettungswagen und dem Notarzteinsatzfahrzeug des Roten Kreuzes und er Kremser Polizei standen 20 Helfer der Feuerwehr Krems und der Feuerwache Gneixendorf mit vier Fahrzeugen - darunter die Drehleiter - im Einsatz. Die Hilfeleistung war nach rund einer halben Stunde beendet.

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