„Funkpolizei“ im Einsatz. Fernmeldebehörde ortet von Egelsee aus Störungen und illegale Sender.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 16. Mai 2021 (05:26)
Wilhelm Gebel vom Fernmeldebüro (Fernmeldebehörde) im Funkwagen am Braunsdorfer.
MK, MK

Vielen Spaziergängern und Wanderern stach der große Funkmesswagen mit vielen Antennen ins Auge, der vor wenigen Tagen neben der Donauwarte am Braunsdorfer geparkt war. Grund: eine mit einem „Planquadrat“ der Polizei vergleichbare Schwerpunktaktion der Funkmeldebehörde (FMB) zur Überwachung der Funkdisziplin.

Funkpolizei immer wieder im Einsatz

Wilhelm Gebel, Mitarbeiter der zum Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) gehörenden Behörde, gab Passanten freundlich Auskunft über seine Arbeit. Als „Polizei für den Äther“ ist die FMB für den Blaulicht-Funk ebenso zuständig wie für Schiffs- und Flugfunk. Immer wieder rückt der Funkmesswagen aus, um an guten Standorten (gute Reichweite, wenig störendes Eisen, keine großen Sender in der Nähe) Messungen durchzuführen.

„Üblicherweise sind wir hier im Jahresrhythmus zu Gast“, erzählt Gebel. Wegen Corona war die Pause zuletzt länger. Überprüft werde unter anderem, ob die Anzahl der erlaubten Sendeanlagen und ihr Standort stimme und ob diese auf der richtigen Frequenz arbeiten.

„Eine Abhörung der Funksprüche ist nicht möglich“, beruhigt Gebel. Werde ein Problem, etwa eine Störung, festgestellt, rücke ein Peilwagen mit Handgeräten aus. Auf (unbeabsichtigte) Fehler werde aufmerksam gemacht, Verstöße gegen das Fernmeldegesetz würden auch geahndet.

Mittlerweile hat Gebel seine Zelte in Egelsee – er wohnt im Messwagen und ist damit gleichzeitig auch der Bewacher der teuren Anlagen – wieder abgebrochen. 2022 gibt’s vielleicht eine Rückkehr …