100.000 Euro, weil Klient „stört“: GFGF muss Wohnhaus umbauen

Erstellt am 30. September 2022 | 05:39
Lesezeit: 2 Min
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Klient Felix Gfatter mit Mutter Franziska Gfatter, Hausleiterin Kerstin Fichtinger und Hedwig Zsivkovits, Geschäftsführerin der Organisation GFGF (von links), auf einem der Balkone, die um viel Geld umgebaut werden müssen.
Foto: Martin Kalchhauser
Schreie eines Klienten im GFGF-Wohnhaus machen Lärmschutz-Vorkehrungen nötig.
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Verzweiflung im Behinderten-Wohnhaus des Vereins GFGF (Gesellschaft für ganzheitliche Förderung und Therapie): Weil ein Klient gelegentlich auf einem der drei Balkone zu laut ist, fordert eine Nachbarin Konsequenzen.

Die Frau, die in eine benachbarte Mietwohnung eingezogen ist, um hier „einen ruhigen Alterswohnsitz“ zu haben, fühlt sich gestört. Sie hat mehrfach Tonaufnahmen gemacht und will ihren Wunsch nach Ruhe notfalls auf dem Rechtsweg durchsetzen.

GFGF-Geschäftsführerin Hedwig Zsivkovits ist bereit, zu reagieren. Allerdings fehlt dafür das Geld. Ein Fachmann hat Maßnahmen zur Verbesserung der Situation (Lärmschutzvorkehrungen) auf den drei Balkonen der Wohngemeinschaft mit rund 100.000 Euro berechnet.

Zsivkovits ist verzweifelt. „Das können wir einfach nicht stemmen!“, hofft sie, die Mittel auf lange Sicht durch Spender und Förderer aufzubringen.

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