Einbrecher kamen im Taucheranzug. Zwei Weißrussen auf Diebestour in der Wachau: Sie wollten Bootsmotoren stehlen – mit Spezialausrüstung.

Von Udo Sagl. Erstellt am 30. August 2016 (08:43)
Auch Diebe frieren nicht gerne: Neopren-Bekleidung schützt vor Kälte im Wasser – das kann beim Stehlen von begehrten Bootsmotoren recht hilfreich sein.
NOEN, Shutter-stock/Lebedev (Symbolbild)

Endstation U-Haft in der Justizanstalt Krems: Zwei „Wachau-Urlauber“ aus Weißrussland entpuppten sich bei einer Polizeikontrolle als mutmaßliche Kriminaltouristen und wurden festgenommen.

Da staunten die Beamten nicht schlecht: Als sie zu mitternächtlicher Stunde ein verdächtiges Auto anhielten, fiel ihnen die seltsame Bekleidung der beiden Insassen auf. Einer der Männer trug Neopren-Schuhe. Bei der näheren Betrachtung stellte sich heraus, dass er einen Taucheranzug unter Hemd und Hose anhatte. Der Begleiter trug Neopren-Socken.

Duo dürfte mehrere Straftaten verübt haben

Bei der anschließenden Fahrzeugdurchsuchung fanden die Polizisten diverses Einbruchswerkzeug sowie Typenschilder für Außenbordmotoren. Beamte der Polizei Spitz konnten auf dem Navigationsgerät des Wagens das Ziel „Aggsbach-Markt“ nachvollziehen. Offensichtlich wollte das Duo die dortige Bootswerft plündern. Das erklärt auch die seltsame Bekleidung der Männer: Neopren schützt vor Unterkühlung im Wasser – auch beim Stehlen von Bootsausrüstung.

Die beiden Verdächtigen, 34 und 40 Jahre alt, dürften für eine ganze Reihe von Straftaten verantwortlich sein. Weitere Ermittlungen sind derzeit noch im Gange.