„Alte Post“: Seidl bekam Zuschlag

Neun Monate wurde verhandelt. Jetzt ist fix: Der älteste Gasthof der Stadt bleibt ein Restaurant und Beherbergungsbetrieb.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:28
Krems - „Alte Post“: Seidl bekam Zuschlag
Julian Seidl, Maria Seidl und Othmar Seidl mit den bisherigen Eigentümern des Gasthofs „Alte Post“, Elisabeth Brunner und deren Sohn Karl, im herrlichen Innenhof des Hauses: Die Tradition des im 15. Jahrhundert errichteten Gebäudes mit weit über 100-jähriger Gasthaustradition wird fortgesetzt.
Foto: Studio Ideenladen/ Sebastian Streibel

Seit Freitag, 15. Oktober, 10 Uhr, ist es fix: Da wurden seitens der bisherigen Eigentümer des Gasthofs „Alte Post“, Elisabeth und Karl Brunner, sowie des Kremser Unternehmers Othmar Seidl und seiner Familie die Unterschriften vor dem Notar geleistet. Der älteste Gasthof bleibt ein Restaurant- und Hotelbetrieb.

Gleich mehrere Interessenten wollten beim denkmalgeschützten Objekt in bester Altstadt-Lage zuschlagen – und Studentenwohnungen errichten. „Wir werden die derzeitige Nutzung lassen“, verspricht Othmar Seidl im NÖN-Gespräch. Schon am 1. Dezember werde das Restaurant aufgesperrt. Seidl will Synergien mit seinen benachbarten Lokalen (Hofbräu, Wohnzimmer, Leopold) nutzen. Deren Geschäftsführer Thomas Kalchhauser scharrt mit seinem Team schon in den Startlöchern.

Nach der ersten Saison kommt der große Umbau

„Im März oder April wird auch der Hotelbetrieb wieder öffnen, und gleichzeitig werden wir mit den Planungen beginnen“, kündigt Seidl an. Zu tun gebe es viel. Die Zimmer – teilweise noch mit Dusche am Gang! – müssen zukunftsfit gemacht werden. Weitere Überlegungen in Richtung betreffen einen Spa-Bereich und eine „Öffnung nach oben“ (auf das Dach). Der große Umbau soll dann Ende 2022 losgehen.

Seidl, der in seinen Betrieben in Krems und Kitzbühel aktuell 76 Bedienstete plus elf Lehrlinge beschäftigt, muss im neuen Haus deutlich aufstocken. Er habe auch schon mehrere Interessenten, nur ein Koch („Der könnte sich dort verwirklichen und eine eigene Note setzen!“) fehle ihm noch.

Darüber, wie viel Geld für das Millionenprojekt geflossen ist (Seidl: „Ein marktüblicher, seriöser Preis.“), wurde Stillschweigen vereinbart. Jetzt hofft der neue Eigentümer, dass auch die Stadt Interesse am Tourismus-Betrieb zeigt und bei Verfahren, „im Rahmen des Möglichen unterstützt“.

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