"Alte Post" stellte Betrieb ein

Erstellt am 18. Juni 2022 | 09:10
Lesezeit: 2 Min
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Das Führungstrio der "Alten Post" - Julian und Othmar Seidl sowie Thomas Kalchhauser - musste das Traditionsgasthaus schweren Herzens schließen. Ein Comeback folgt.
Foto: Martin Kalchhauser
"Keine Woche, in der wir nicht sanieren mussten": Nur zwei Monate nach der Wiedereröffnung des Traditionsgasthauses in der Kremser Innenstadt musste Hausherr Othmar Seidl die Reißleine ziehen. Eine Generalsanierung folgt.
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Eines der traditionsreichsten Gasthäuser von Krems ist neuerlich geschlossen. Rund zwei Monate nach der spektakulären Wiedereröffnung inklusive der nachgeholten Weintaufe mit "Bergdoktor" Hans Sigl musste die "Alte Post" den Restaurantbetrieb einstellen. "Leider haben in letzter Zeit vermehrt technische Gebrechen und nötige Sanierungsarbeiten an der Substanz einen regelmäßigen Gastronomiebetrieb fast unmöglich gemacht", teilte das im Besitz von Othmar Seidl stehende Haus via Facebook mit. 

"Am Tag nach der Eröffnung unter Wasser"

Im persönlichen Gespräch konkretisiert der Immobilienentwickler: "Es gab keine Woche, in der wir nicht sanieren mussten. Wir haben elektrische Probleme, sind am Tag nach der Eröffnung unter Wasser gestanden und in der Küche herrschen unzumutbare Temperaturen." Dass der lange Zeit von der Familie Brunner geführte Gasthof mit Wurzeln im 15. Jahrhundert einer Generalüberholung bedarf, wusste Seidl bei der Übernahme des denkmalgeschützten Objekts im Oktober 2021. Die nunmehrige Schließung kurz vor Sommerbeginn sei dennoch unumgänglich gewesen. "Mir tut das in der Seele weh. Es waren bereits viele Veranstaltungen geplant, die mussten wir alle absagen. Die Entwicklung im täglichen Betrieb war in dieser Art und Weise nicht absehbar", sagt Seidl.

Seidl investiert  einstelligen Millionenbetrag

Der Start des einjährigen Sanierungsprozesses ist wie ursprünglich geplant mit Ende 2022 terminisiert. Nicht nur das Restaurant, auch der Hotelbereich wird völlig neu gestaltet. Statt bisher 23 Zimmer wird es künftig 39 Zimmer in verschiedenen Kategorien geben. Seidl spricht von einer Investition im einstelligen Millionenbereich. "Wenn wir wieder aufsperren, haben wir ein Juwel, das einen besonderen Reiz hat". Die 16 Mitarbeiter, die bis zuletzt in der "Alten Post" beschäftigt waren, kommen in Seidls anderen Betrieben unter. 

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