Anrainer in Angst: „Bäume bedrohen Haus“. Nachbarschaftszwist am Rosenhügel: Der Anrainer eines unbewirtschafteten Waldstücks befürchtet, dass dürre Föhren auf sein Grundstück stürzen könnten.

Von Udo Sagl und Franz Aschauer. Erstellt am 22. Dezember 2017 (05:22)
Besorgt: Rudolf Aigner zeigt den angrenzenden Wald, den er im derzeitigen Zustand als Bedrohung ansieht.
Lechner

„Ich habe schon alles Mögliche in Bewegung gesetzt. Aber niemand will oder kann mir helfen.“ Rudolf Aigner, Bewohner eines idyllisch gelegenen Hauses am Rosenhügel, ist um die Sicherheit seiner Familie besorgt.

Anlass der Aufregung: Das Grundstück, auf dem das Gebäude steht, grenzt direkt an einen Wald. Und der ist – so behauptet der Beschwerdeführer – „so vernachlässigt, dass jederzeit eine dürre Föhre auf mein Wohnhaus stürzen könnte“.

„Muss ich denn wirklich klagen?“

Aigner hat bereits die Stadtgemeinde um Intervention gebeten. Ohne Erfolg: Der Wald befindet sich in Privatbesitz. Auch die Feuerwehr, die ersucht wurde, die toten Bäume zu fällen, winkte ab: Privatsache!

„Schon vor einem Jahr hat mir der Waldbesitzer versprochen, eine Durchforstung zu veranlassen“, so Aigner. „Geschehen ist nichts. Muss ich denn wirklich klagen? Das will ich eigentlich nicht.“

Waldeigentümer Dieter Placer beschwichtigt: „So schlimm ist die aktuelle Situation nicht. Es sind drei oder vier dürre Bäume auf meinem Grundstück, und vielleicht einer davon könnte theoretisch eine Gefährdung für das Haus darstellen. Ich werde mich aber im Laufe des Winters um die Bäume kümmern.“