Bilanz und Ausblick: Neues Bad dominiert Pläne. Stadtchef Reinhard Resch kündigt an, dass Architektenwettbewerb noch heuer starten wird. Maßnahmen der Stadt sind Ziel, „Nummer 1 zu bleiben“, untergeordnet.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 06. August 2019 (04:20)
Fotos: Martin Kalchhauser, Stadt Krems
Besichtigung des Sport- und Wellnessbades „Atoll“ in Achensee (Tirol): Die Kremser Stadträte Helmut Mayer und Günter Herz, Sportbetriebe-Leiter Günter Kammerer, Baudirektor Reinhard Weitzer, die Gemeinderäte Kemal Yayla und Wolfgang Mahrer, Vizebürgermeister Erwin Krammer, Bürgermeister Reinhard Resch, Sportstadtrat Albert Kisling, Sportbetriebe-Mitarbeiterin Sandra Janowski, Bürgermeister Josef Hausberger (Eben am Achensee) und Atoll-Geschäftsführer Michael Bäuml (von links).

„Vieles ist in Planung, einiges aber auch schon in der Umsetzung“, nahm Bürgermeister Reinhard Resch im Sommergespräch Stellung zu verschiedenen Vorhaben der Stadt. Oberste Priorität habe neben der Einhaltung des Budget-Konsolidierungskurses das Bemühen, „Nummer eins zu bleiben“. Wie berichtet, wurde Krems ja zum zweiten Mal im Zuge eines Bezirks-Rankings zur „zukunftsfähigsten Stadt“ Österreichs gekürt.

Rosen streute Resch auch den anderen Fraktionen im Gemeinderat, ohne die die Umsetzung verschiedener Vorhaben nicht möglich sei: „Es wird gut zusammengearbeitet und an einem Strang gezogen.“

 „Der Betrieb der Badearena wird lückenlos in den des neuen Bades übergehen.“ Bürgermeister Reinhard Resch

 Im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs komme 2020 vieles in Bewegung. So werde das Stadtbus-Streckennetz mehr als verdoppelt, bei verschiedenen Maßnahmen im Bereich der Bildung gehe einiges sogar schneller als erwartet. Die Projekte Mitterau (Neubau eines viergruppigen Kindergartens) und Lerchenfeld (Ausbau des KIGA Lerchenfelderplatz) sollen schon im September 2020 fertig sein. Resch: „Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist massiv gestiegen, weil wir dank neuer, guter Jobs einen Zuzug von Jungfamilien verzeichnen können.“

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Ungewohnt salopp im „Creme de la Krems“-Leiberl: Bürgermeister Reinhard Resch im Sommergespräch.

Neben Erfolgen wie der Errichtung eines Polizeistützpunktes in der Innenstadt (die NÖN berichtete) seien auch wichtige Vorhaben auf Schiene. So wird die Sanierung des Kanals unter der Ringstraße im Frühjahr 2020 in Angriff genommen.

Einen zentralen Schwerpunkt im Ausblick nahm das Thema Badearena ein. Für den Neubau liege nun bereits ein Zeitplan vor. Vorbereitende Schritte seien angelaufen. Nach der Erstellung eines Raum- und Funktionsprogrammes wird noch heuer ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Im Rahmen einer „Bäder-Tour“ nahm eine Delegation aus Krems mehrere Einrichtungen in Augenschein: Anlagen in Ried im Innkreis (OÖ) sowie das „Atoll“ am Achensee (Tirol) – beide erst seit einem Jahr geöffnet –, das seit fünf Jahren in Betrieb befindliche „Stubay“ in Telfes (Tirol) und das neue Bad in Freilassing (Bayern). „Das war extrem interessant“ berichtete Resch. „Wir haben in unseren Gesprächen mit den Bürgermeistern und den Betriebsleitern viel gelernt und wertvolle Tipps bekommen.“

 Neue Bad-Anlage im Bereich des Freigeländes

 Fix sei, dass in Krems der Betrieb der Badearena lückenlos in den des neuen Bades übergehen wird. Die neue Anlage wird im Bereich des Freigeländes (in Nachbarschaft zur Sporthalle) errichtet, das alte bis zur Eröffnung der Nachfolge-Anlage in Betrieb bleiben und erst dann abgerissen. Interessant erscheint die Überlegung, dass Krems die Umlandgemeinden, die das Bad ja zum Beispiel für das Schulschwimmen nützen, „in die Pflicht nehmen“ (Resch) könnte. Hier gibt es aber noch keine konkreten Gespräche.

Ein weiteres Thema des Sommergesprächs waren die Überlegungen zur nachhaltigen Nutzung der Frauenbergkirche Stein. Angedacht ist die Errichtung eines Schauraumes, der Teil eines Themenpfades zur Zeitgeschichte sein soll.

Last not least gab der Stadtchef bei der angedachten Umwidmung der Gründe am Wachtberg Entwarnung: Während der Neubau im Bereich der Wieden sowie das „grüne Mehrparteienhaus“ der GEDESAG in der Gaswerkgasse umgesetzt werden sollen, passiert oben am Berg vorerst keine Änderung. „Das lassen wir ruhen – zumindest in meiner Zeit.“

Nicht aktuell sei derzeit die Anbindung der Utzstraße an die Umfahrung. „Aber auf solche Möglichkeiten wird beim Bau des Bades und der Sanierung der Sporthalle Rücksicht genommen.“ Zur Idee einer Tiefgarage am Südtirolerplatz gibt es nur eine kurze Ansage Reschs: „Da liegt der Ball bei Othmar Seidl.“

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