Christophorus hatte 2019 Hochbetrieb. Notarzthubschrauber hob 129-mal öfter ab als noch 2018. Mehr Einsätze auch für Pannenfahrer.

Von Franz Aschauer. Update am 24. Januar 2020 (15:38)
Wird der C2 während der Nacht zu Hilfe gerufen, greifen die Piloten zum Night Vision Google. 2019 war das 327-mal der Fall.
ÖAMTC/Postl

Die Piloten, Ärzte und Sanitäter des Christophorus-2-Stützpunktes am Flughafen Gneixendorf hatten im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun. Das zeigt die Einsatzbilanz der ÖAMTC-Flugrettung.

1.468- mal hoben die „Gelben Engel“ im Vorjahr ab – das ist 129-mal öfter als noch 2018. Zum Nachtsichtgerät musste die C2-Crew insgesamt 327-mal greifen. Einsätze in völliger Dunkelheit werden seit 2017 geflogen. Der Stützpunkt Gneixendorf war damals Österreichs erster im 24-Stunden-Betrieb.

Hauptgrund für die Anforderung des Notarzthubschraubers waren 2019 wie üblich internistische Notfälle (625). Verkehrsunfälle (152) machen nur einen geringen Teil der Gesamtbilanz aus. Interessant: 162-mal hob der Christophorus ab, kehrte aber noch in der Luft um, weil sein Einsatz vom Boden aus storniert wurde.

Nicht minder aktiv als die Kollegen in der Luft waren die ÖAMTC-Pannenfahrer. 6.700-mal rückten sie aus, um Autofahrern in Not zu helfen. Das bedeutet eine Steigerung von knapp vier Prozent im Vergleich zu 2018. Am intensivsten waren die Hitzemonate Juni und August mit insgesamt rund 1.250 Einsätzen.