„Drei Fragen“ an Bürgermeister Resch bleiben Thema

SPÖ-Stadtchef Resch lud ein, Fragen direkt an ihn zu stellen. ÖVP ließ Chance im Gemeinderat Krems verstreichen und legt nach.

Martin Kalchhauser
Martin Kalchhauser Erstellt am 06. Oktober 2021 | 05:27
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„Drei Fragen“ und grimmige Blicke: So präsentieren sich die führenden Kremser ÖVP-Vertreter Stadtrat Thomas Hagmann und Vizebürgermeister Martin Sedelmaier zuletzt immer wieder – nun auch schon mobil.
Foto: VP Krems

Die ÖVP bleibt im „Kampfmodus“: Zum x-ten Mal wiederholt sie auf verschiedene Weise ihre „3 Fragen an Bürgermeister Resch“. Doch nach wie vor wurde der Stadtchef nicht direkt gefragt.

Wiederholt inszenieren sich Stadtrat Thomas Hagmann und Vizebürgermeister Martin Sedelmaier (beide ÖVP) als Fragesteller. Zuletzt wurden die mittlerweile bereits „berühmten“ drei Fragen – zum Parken, der besseren Anbindung der Stadt an die Donau sowie der Errichtung einer Veranstaltungshalle – mehrfach inszeniert. Da gab es Fotos mit den beiden ÖVP-Politikern mit einem Transparent oder mit einer digitalen Zeitanzeige. Zuletzt wurden die Fragen nun sogar auf einem schwarzen Mercedes-Bus affichiert.

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„Für Gemeinderäte gibt es weitere Möglichkeiten, Fragen an den Bürgermeister zu stellen – auch wenn es sogar drei Fragen sein sollten.“ Bürgermeister Reinhard Resch

Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung meinte Bürgermeister Reinhard Resch im Rahmen der „Bekanntgabe von Mitteilungen“: „Der Bürgermeister beantwortet alle Fragen, die direkt an ihn gerichtet sind – egal ob per Brief, Mail, Karte oder am Telefon. Er reagiert aber nicht auf in Facebook oder anderen sozialen Medien deponierte Fragen. Er reagiert auch nicht auf Postings oder von Medien weitergeleitete Parteiaussendungen, Flugzettel, Postwürfe oder Massensendungen.“ Wenn es zu schwierig sein sollte, ihm die Fragen direkt zu stellen, gebe es für Gemeinderäte laut dem Stadtrechtsorganisationsgesetz (StROG) weitere Möglichkeiten, „auch außerhalb von Sitzungen“. Dieser Hinweis, so der Stadtchef, sei offensichtlich notwendig. Süffisanter Nachsatz: „Das gilt auch, wenn es sogar d r e i Fragen sein sollten!“ Kurios: Während die SPÖ-Fraktion Resch geschlossen akklamierte, enthielt sich der ÖVP-Flügel demonstrativ jeglicher Beifallsbezeugungen – ausgerechnet bis auf Sedelmaier, der mit den Roten mitklopfte.

Im Zuge der teils kontroversen Debatte über Änderungen im Bereich der Gemeinderatsausschüsse gab es von ihm dann aber darauf eine Replik. Der ÖVP-Stadtvize: „Ja, wir haben drei Fragen gestellt, waren im Sommer viel unterwegs und haben mit vielen Menschen gesprochen. Wir werden unsere Fragen stellen, wie wir sie wollen. Wir werden uns nicht beirren lassen und wieder Fragen stellen. So leicht macht man uns nicht mundtot.“