Viele Väter für Gehweg. Egelseer Mandatare bringen sich für „Vermarktung“ des Erfolgs in Stellung. Erste Forderung ist schon 2007 nachzuweisen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 23. Mai 2020 (17:15)
Der Egelseer Gemeinderat Wolfgang Mahrer am 13. Oktober 2018 beim Lokalaugenschein mit der NÖN am Kinderspielplatz Am Neuberg: Mütter und Kinder sind am Weg dorthin noch immer durch Autos gefährdet, die an dieser Stelle 100km/h fahren dürfen.
Foto: NÖN-Archiv/

Gehsteig zum Spielplatz kommt endlich. Im Politikwettstreit um die Vaterschaft des Projekts hat nach Lage der Fakten KLS-Gemeinderat Wolfgang Mahrer die Nase vorn. Er nimmt es gelassen …

Worum geht es? Egelsee hat einen der schönsten Spielplätze der Region am Neuberg. Doch es führt vom nördlichen Ortsende (Siedlung Am Neuberg) kein sicherer Weg dorthin. Bestrebungen, einen wenige hundert Meter langen Gehsteig zu bauen, scheiterten wiederholt an einem einzigen Grundbesitzer (ein kleines Eck seines Grundes ragte in den künftigen Verlauf) und dessen überzogenen Forderungen. Doch jetzt wurde endlich eine Einigung erreicht, der Bau steht unmittelbar bevor.

Forderung aus 2007 wird endlich realisiert

2007 brachte Mahrer das Anliegen nachweislich erstmals bei einer der Veranstaltungen des damaligen ÖVP-Bürgermeisters Franz Hölzl („Offenes Ohr“) zur Sprache. Die SPÖ mit ihrer Egelseer Mandatarin Gabriele Mayer übernahm später den Wunsch. 2018 berichtete die NÖN, dass es immer noch Stillstand gebe. Und kürzlich ließ sich ÖVP-Mann Andreas Ettenauer (der sich angeblich „seit 2012 dafür einsetzte“) in einem Flugblatt als Vater des Erfolgs feiern.

Mahrer, der 2019 erfolgreich die Mittel für das Egelseer Projekt ins Budget reklamieren konnte, nimmt es gelassen: „Ich brauche keinen Dank, mir ist die Realisierung wichtiger als schmeichelnde Worte. Aber es stört mich, wenn andere unverdient nach dem Dank der Bürger heischen.“