Waldfriedhof wird zur Geduldsprobe. Verhandlungen mit Anrainern bei Zufahrtsweg wegen drei Quadratmetern.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 02. August 2018 (04:44)
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Auf Naturbestattungen muss man in Krems noch länger warten.

Eigentlich hätte er schon im Sommer 2016 eröffnet werden sollen, der Waldfriedhof in Egelsee. Zwei Jahre später sind noch immer keine Naturbestattungen in Krems möglich. Grund für die Verzögerung waren anfangs Probleme bei der Umwidmung und dann einige langwierige Bewilligungsverfahren. Mittlerweile sollen alle Bewilligungen da sein, von einer offiziellen Inbetriebnahme der rund 24.000 Quadratmeter großen Fläche südlich des Siedlungsgebietes in Egelsee ist man dennoch weit entfernt.

Martin Kalchhauser
SPÖ-Stadtrat Werner Stöberl: „Es nervt schon.“

Probleme mit den Anrainern des Zufahrtsweges zum Waldfriedhof sind es nun, die die Angelegenheit weiter verzögern. Stadtrat Werner Stöberl (SPÖ), verantwortlich für die städtische Bestattung und Friedhöfe, erklärt: „Zwei Anrainer haben ein Problem damit, dass bei Bestattungen auf 2 beziehungsweise 1,3 Quadratmetern ihrer Fläche Autos stehen könnten. Das Liegenschaftsamt ist aber in Verhandlungen mit ihnen.“

Für Stöberl ist der Stillstand in der Thematik ärgerlich: „Es nervt schon. Der Friedhof selbst könnte jederzeit in Betrieb gehen. Auch mit der Friedhofsgebührenordnung ist alles klar.“

Abkaufen lassen sich die Anrainer die strittigen Flächen offenbar nicht. „Das wäre auch mein Zugang, an der Geldfrage scheitert es sicher nicht“, sagt Stöberl. Die Nachfrage nach Naturbestattungen sei indes weiterhin groß.