Gemeinderatswahl 2022: Was wollen die Impfgegner?

Erstellt am 04. August 2022 | 04:27
Lesezeit: 2 Min
Jochen Haslinger heißt der Spitzenkandidat der MFG. Matthias Unolts „Green Future Krems“ wird von Albert Kisling beraten.
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Die letzten Geheimnisse für die Gemeinderatswahl am 4. September sind gelüftet. Acht Parteien haben bis 27. Juli ihre Wahlvorschläge eingebracht. Unter ihnen auch die Liste „Menschen Freiheit Grundrechte“, – kurz MFG. Die Partei, die sich Anfang 2021 im Zuge der wachsenden Gruppierung an Corona-Impfgegnern gegründet hat, schickt den gebürtigen Kremser Jochen Haslinger als Spitzenkandidaten ins Rennen.

Der 50-Jährige gelernte Einzelhandelskaufmann ist verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Beruflich sammelte er Erfahrung als Mitarbeiter des Außenministeriums, unter anderem in der Botschaft in Budapest und bei verschiedenen multinationalen Gaming-Konzernen. Haslinger arbeitete einige Zeit mit seinem Onkel, Helmut Preiser, im gleichnamigen Disco- und Restaurantbetrieb in Großreinprechts zusammen. Aktuell ist er als Angestellter in einem heimischen Unternehmen tätig.

Politisch ist Haslinger ein absoluter Newcomer. Mit „Altparteien oder den NEOS“ könne er sich nicht identifizieren, das Konzept der MFG – „für Grundrechte und Freiheiten einzustehen“ – gefalle ihm. In Krems möchte er als „Gegengewicht zu den großen Parteien“ auftreten. Wie das genau gelingen soll, will Haslinger mit Verweis auf eine interne Sitzung und eine öffentliche Präsentation am Donnerstag, 4. August, um 19.30 Uhr im Hofbräu am Steinertor, nicht verraten.

Ein Mandat als Ziel ausgegeben hat „Green Future Krems“, die Partei von Matthias Unolt, der sich bekanntlich von den Grünen abgespaltet hat. Unterstützt wird er vom Pensionisten Herbert Malek, der mit ihm kandidiert. Spannend: Stadtrat Albert Kisling, der nach einem Disput mit Bürgermeister Reinhard Resch aus der SPÖ ausgetreten ist, berät das Duo, das wenig überraschend auf grüne Themen setzt.

So soll unter anderem ein eigenes Ressort geschaffen werden, dass sich ausschließlich um die Umsetzung des Stadtentwicklungskonzepts 2030 kümmert.

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