Großer Ärger mit den Gurgeltests

Die beiden Automaten in Krems und Gföhl sind oft leer, manchmal defekt.

Erstellt am 06. Oktober 2021 | 05:16
Krems, Gföhl - Großer Ärger mit den Gurgeltests
Zwei Gurgeltest-Automaten gibt es in der Region – einen in Krems, einen in Gföhl. Meistens sind sie entweder leer oder defekt.
Foto: Franz Aschauer

Zu Beginn der Pandemie war es das Klopapier. Jetzt sind es die kostenlosen Gurgeltests: Beim Wettrennen um die Inhalte der beiden Automaten in der Region gehen immer wieder Menschen leer aus.

Sowohl bei der Avanti-Tankstelle in Krems (Bertschingerstraße) als auch bei der OMV-Tankstelle Gföhl (an der B 37) sollte es rund um die Uhr die begehrten PCR-Gurgeltests geben. Wer die Proben bis 15 Uhr abgibt, dem wird ein Testergebnis am nächsten Tag versprochen. Meistens sind die Automaten jedoch leer, oft auch defekt. Eine Vielzahl verärgerter Menschen machte in den vergangenen Tagen gegenüber der Redaktion ihrem Ärger Luft.

Anzeige

Die Beschwerden in der Region reihen sich leider nahtlos in die in anderen Gebieten Niederösterreichs ein, wo laut Info der Homepage www.testung.at insgesamt 23 Automaten in Verwendung sind.

Testautomaten sind meist leer oder defekt

„Dass angeblich nur drei Fahrzeuge in ganz Niederösterreich zum Nachfüllen der Automaten im Einsatz stehen, ist ein Witz“, ärgert sich eine Dürnsteinerin, die sich vergeblich bemühte, Tests in der Region zu ergattern. „Noch dazu widersetzen sich offenbar defekte Geräte beharrlich der Reparatur.“ Die Frau erzählt, sie habe Leute getroffen, die wahre Odysseen hinter sich und schon Automaten in Herzogenburg, St. Pölten und Melk abgeklappert hatten – um in Krems einmal mehr leer auszugehen.

Vorschläge, die Situation zu verbessern, gibt es. So könnte das „Hamstern“ von Tests verhindert werden, indem man beim Abholen die Sozialversicherungsnummer angeben oder die E-Card verwenden muss.

Das hat man im Team der zuständigen Landesrätin für Gesundheit, Ulrike Königsberger-Ludwig, auch bereits angedacht. „Aber es würde Monate dauern, die Snack-Automaten, die jetzt in Verwendung stehen, entsprechend umzuprogrammieren“, erklärt deren Pressesprecher Anton Heinzl. „Die Gurgeltests waren ja von vornherein immer nur als niederschwelliges zusätzliches Angebot gedacht – etwa vor allem für die Wochenenden. Es gibt auch kostenlose PCR-Tests bei Ärzten und Apotheken!“, rät er, sich über Alternativen zu erkundigen.

Derzeit werden die Automaten zweimal täglich befüllt. „Es zeigt sich, dass der Bedarf da ist, und es wird darüber nachgedacht, das Angebot noch zu verbessern und zu erweitern“, verweist Heinzl auf aktuell laufende Gespräche zur Problematik. Ein Grundproblem sei aber die mangelnde Disziplin der Kunden: „Viele Leute nehmen sich halt mehr mit als sie brauchen.“

Umfrage beendet

  • Sind die Gurgeltests ein sinnvolles Angebot?