Langzeitarbeitslose profitieren massiv. Gemeinsam mit Gmünd ist Krems beim Rückgang der Arbeitslosen im Land an der Spitze.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 11. Oktober 2019 (03:42)
Johann Lechner
Feierten 25 Jahre BIZ (Berufsinformationszentrum): AMS-Niederösterreich-Chef Sven Hergovich, Herbert Aumüller (Wirtschaftskammer), Ex-Bezirksschulinspektorin Elfriede Straßhofer, AMS-Chef Erwin Kirschenhofer, Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer, Stadtrat Helmut Maier und AK-Bezirksstellenleiterin Doris Schartner (von links).

Den zweithöchsten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Land (um 6,9 % gegenüber dem Vergleichsmonat 2018) verzeichnete man beim AMS Krems im September. Mit rund 5,0 % ist die Quote der Beschäfigungslosen (NÖ: 6,7 %, Österreich: 6,7 %) so niedrig wie seit sieben Jahren nicht mehr.

1.791 Personen waren als arbeitslos gemeldet (–133 Personen oder –6,9 %). In Summe (mit den in Schulungen befindlichen Personen) waren 2.188 Menschen ohne Job, das sind gegenüber dem Vergleichsmonat 2018 –5,5 %.

AMS-Chef Erwin Kirschenhofer verweist auf die enorme Dynamik am Markt: „Im September sind 519 Menschen arbeitslos geworden, im gleichen Zeitraum konnten aber 713 die Arbeitslosigkeit beenden.“ Profitieren können von der positiven Entwicklung auch die Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl ist im Vormonat erneut um 70 (–15,5 %) gesunken.

Günstige Situation für Jugendliche

„Vergleichsweise günstig ist die Situation am Arbeitsmarkt auch für Jugendliche (unter 25 Jahren), wo die Rate um 7,9 % gesunken ist.“ Für 56 Jugendliche, die beim AMS vorgemerkt waren, konnte heuer bereits eine Lehrstelle gefunden werden.

Freude bereitet dem Kremser AMS-Team auch, dass man entgegen dem Landestrend sowohl bei den älteren Arbeitslosen (–6,4 %) als auch in der Gruppe der Personen „mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen“ (–4,3 %) Rückgänge verzeichnen kann.

25-Jahr-Jubiläum feierte kürzlich in kleinem Rahmen das Berufsinformationszentrum (BIZ) des AMS Krems. Allein 2019 wurden in der Einrichtung bereits 1.944 Besucher (1.367 Erwachsene, 577 Jugendliche) persönlich betreut. Weiters waren die Mitarbeiter Anlaufstelle für 344 schriftliche und 277 telefonische Anfragen.