Gutscheinverkauf angelaufen: Neuer 10er am Start

Papier statt Plastik: Stadtwährung in Krems macht gute Figur. Zu Jahresende sollen schon 100 Betriebe dabei sein.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:32
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Kaufmannschafts-Obmann Ulf Elser mit den Vertretern der Verkaufsstellen des Kremser 10ers, Gerhard Scholler (Vom Fass), Hannah Pedevilla (Wachau-Info-Center), Barbara Görg (Trafik Görg), Monika Hofstätter (Marianne Hut- und Wäschemoden) und Stadtmarketing-Chef Horst Berger (von links).
Foto: Martin Kalchhauser

Neue Organisation, neues Outfit: Der Kremser 10er legte einen tollen Neustart hin. Jetzt gilt es, noch mehr Betriebe zu finden, die die Gutscheine als Zahlungsmittel akzeptieren.

Als „extrem wichtiges Projekt“ des Stadtmarketings bezeichnete Geschäftsführer Horst Berger den Neustart. Krems sei eine der ersten Städte mit einer solchen eigenen Währung gewesen, doch die 10er in Scheckkartenform seien unattraktiv geworden, Plastik sei unzeitgemäß. Größtes Problem aber sei die Sorge um die Einlösbarkeit für die Betriebe gewesen. Jetzt sind alle Probleme mit einem Streich gelöst. Fälschungssichere Gutscheine, die auch im attraktiven Kuvert verschenkt werden können, halten die Kaufkraft in Krems.

„Aktuell gibt es 50 Betriebe, die die Kremser 10er akzeptieren, aber es werden täglich mehr, und bis zum Jahresende wollen wir den Hunderter schaffen“, freut sich Berger und verweist auf den QR-Code auf der Rückseite, über den man wichtige Infos darüber bekommt. Der neue 10er hat einen tollen Start hingelegt: „In den ersten eineinhalb Wochen wurden gleich Kremser 10er im Wert von über 100.000 Euro verkauft!“ Ein Hit sind die neuen Kremser 10er dabei vor allem bei Firmen, die ihren Mitarbeitern diese zum Weihnachtsgeschenk machen oder sie anstelle abgesagter Weihnachtsfeiern verteilen.

Um das Geschäft mit der Stadtwährung anzukurbeln und die aktuellen Marken – 2020 wurden 500.000 Euro umgesetzt, 2021 dürften es rund 700.000 Euro werden – zu übertreffen, ist es wichtig, nicht nur die Zahl der Betriebe, die sie akzeptieren, zu erhöhen, sondern auch neue Branchen zu gewinnen. Laut Berger sind Gastronomie und Hotellerie ein wichtiger Hoffnungsmarkt.

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