„Geh bitte weg, ich hab Angst vor dir!“. Ablehnung einer Kremserin akzeptierte Verliebter nicht, und er verfolgte die 19-Jährige.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:15)
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Aufkeimende zärtliche Bande zwischen einer Kremserin (19) mit türkischen Wurzeln und einem 27-jährigen Angestellten aus Herzogenburg endeten abrupt: „Es wurde mir alles zu viel, und ich befürchtete, dass ich meine Unabhängigkeit und Selbstbestimmung durch eine engere Beziehung verliere“, schilderte die Kremserin im Zeugenstand von dem allzu ungestümen Werben des Beschuldigten.

„Ich wollte nur eine richtige Antwort, und die habe ich nie bekommen.“Der Angeklagte aus Herzogenburg 

Sie habe nach einigen Treffen den Kontakt beendet, aber er habe nicht aufgegeben. „Er hat mich mit Anrufen bombardiert, bis zu 30-mal täglich, mir am Parkplatz aufgelauert, mich beobachtet und verfolgt“, erzählte das Opfer. „Geh weg, ich hab Angst vor dir!“, habe sie ihn gebeten – erfolglos. Deshalb habe sie Anzeige erstattet.

„Ich verstand das abrupte Ende nicht. Ich wollte nur eine richtige Antwort, und die habe ich nie bekommen. Ich war verliebt und fühlte mich verarscht. Ich konnte mich nicht mehr kontrollieren“, gestand der Herzogenburger vor Gericht und erklärte: „Jetzt bin ich neu verliebt und wieder glücklich.“

Der Beklagte wurde wegen beharrlicher Verfolgung zu vier Monaten bedingt verurteilt.