Topothek-Aufgabe: „Erbe bewahren!“. Nun hat Krems eine Topothek. Thomas Müller leitet Team der Ehrenamtlichen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 23. Juni 2018 (04:01)
Martin Kalchhauser
Die Kremser „Topothekare“ präsentierten Bürgermeister Reinhard Resch ihre Pläne und ernteten Lob für ihr Engagement: Helga Schönfellner-Lechner, Maria Schiffinger, Doris Denk, Mathilde Prantz, Brigitte Müllner (sitzend, von links), Gregor Kremser, Adelheid Graf, Thomas Müller, Ludwig Schöllbauer, Gerhard Schweitzer, Ewald Sacher, Sonja Bankl, Jürgen Übl, Ernst Kalt und Bürgermeister Reinhard Resch. Foto: Martin Kalchhauser

„Fast alles in der Stadt hat eine historische Komponente“, betonte Bürgermeister Reinhard Resch bei der Vorstellung der Topothek der Stadt Krems, deren Ehrenamtlichen-Team ihn im Rathaus besuchte. Gemeinsam mit den „Topothekaren“ aus fast allen Stadtteilen soll es gelingen, den Schatz an Dokumenten und Fotos zu heben und das Erbe zu bewahren.

„Auf diesem Gebiet gehören wir leider nicht zu den Pionieren, eher zu den Nachzüglern“, gestand Präsidialamts-Leiterin Doris Denk offen ein. Umso größer sei die Freude, dass das Team, das hier ans Werk gehe, sich durch Vielfalt und Buntheit auszeichne und sichtlich mit Freude ans Werk gehe. „Das Baby möge wachsen und gedeihen!“ Dass es „einiges zu tun“ gebe, konstatierte Kulturamts-Chef Gregor Kremser.

Thomas Müller, der die Arbeit der Ehrenamtlichen koordiniert, erklärte die Aufgabe der Topothek, einer Plattform, die anhand unterschiedlichster Dokumente und Fotografien Stadtgeschichte erzählt: „Wir wollen das vorhandene Material aufbereiten, auch für die Laien.“ Zum Glück gebe es leidenschaftliche Sammler wie Ernst Kalt, oft sei man aber auch von „Zufallstreffern“ abhängig. „Auch technisch ist die ehrenamtliche Arbeit eine Herausforderung.“

Wichtig ist für Müller, dass die Kremser mitmachen. „Wir hoffen sehr auf die aktive Mitarbeit der Bevölkerung!“, lädt er alle Bewohner der Stadt Krems ein, Material aus ihrem Fundus zur Verfügung zu stellen.