Kontroverse um Stadtbus-Zahlen

Erstellt am 22. September 2022 | 05:44
Lesezeit: 2 Min
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Der Stadtbus wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres besser angenommen als noch 2021. Dennoch hinken die Fahrgastzahlen im Vergleich zu früheren Jahren deutlich hinterher.
Foto: Stadt Krems
Stadtchef Reinhard Resch verkauft Halbjahresbilanz als Erfolgsgeschichte. Die Kremser FPÖ sieht das ganz anders.
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227.000 Fahrgäste waren im ersten Halbjahr 2022 mit dem Kremser Stadtbus unterwegs. Das bedeutet eine Steigerung von knapp 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert, berichtet die Pressestelle der Stadt in einer Aussendung.

„Viele Kremserinnen und Kremser bevorzugen öffentlich zu fahren mit dem Vorteil, Energie und Kosten zu sparen und Zeit zu gewinnen, da eine Parkplatzsuche wegfällt. Die Weiterentwicklung des Stadtbusses verzeichnet Erfolge, die mich sehr freuen“, wird Bürgermeister Resch darin zitiert. Ziel sei es, am Jahresende auf den sieben Linien insgesamt 400.000 Fahrgäste befördert zu haben. In den kommenden beiden Jahren soll die 500.000er-Marke geknackt werden.

Alles andere als eine Erfolgsgeschichte nimmt die FPÖ mit einem Blick auf die Halbjahresbilanz wahr. Verkehrssprecher Martin Zöhrer verweist in seiner Kritik auf die Fahrgastzahlen früherer Jahre. Tatsächlich liegen die deutlich über dem aktuellen Trend. Im gesamten Jahr 2016 etwa beförderte der Stadtbus, damals noch dazu nur auf vier Linien unterwegs, rund 713.000 Fahrgäste. „Der Eindruck von leeren Geisterbussen täuscht also nicht“, meint Zöhrer, der die Linienführung und die Größe der Busse kritisiert.

Resch spricht in einer Antwort dennoch von einem „ausgezeichneten Produkt“, zu dem es im Gemeinderat einstimmige Beschlüsse gegeben habe.

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