Konzertveranstaltung: Erlebnis der besonderen Art

Gelungener Auftakt für neuen dreiteiligen Zyklus. Reinberg und Brunner berührten.

Erstellt am 09. Januar 2022 | 04:58
Lesezeit: 1 Min
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„In der Fülle der Zeit“: Gregor Reinberg (Violine) und Franz Brunner (Texte) sorgten für einen besonderen Abend in der Kremser Heilandskirche.
Foto: Johann Lechner

Mit einer neuen, hörenswerten Konzertveranstaltung startete KirchenTonArtKrems ins neue Jahr. Unter dem Titel „In der Fülle der Zeit“ erlebten zahlreiche interessierte Musikfreunde in der Evangelischen Heilandskirche einen ganz besonderen Abend.

Wie (fast) jeder klassisch ausgebildete Geiger beschäftigt sich der gebürtige Kremser Gregor Reinberg seit Jahren mit den sechs Werken für Solo-Violine (drei Sonaten und drei Partiten) von Johann Sebastian Bach. Diese lassen sich den drei großen christlichen Festen – Weihnachten, Ostern, Pfingsten – zuordnen. In Absprache mit dem Kremser Arzt Franz Brunner ist so ein einmaliger „Konzertzyklus“ entstanden.

Reinbergs souveräner Interpretation der Sonate I g-Moll BWV 1001 (gespielt auf Barockvioline) folgten faszinierend-einfühlsame Worte Brunners. In unmittelbarem Bezug zur Solo-Sonate waren es spirituelle Gedanken zum Weihnachtsfest, gefolgt von einem Auszug aus dem berührenden (und absolut lesenswerten!) Roman „Das wiedergefundene Licht“ des blinden französischen Schriftstellers und PhilosophieProfessors Jaques Lusseyran (1924 – 1971).

Den Abschluss des bewegenden musikalisch-literarischen Abends bildete eine Improvisation (Orgel und Klanghölzer), die inhaltlich leider nicht an die Violin- und Textinterpretationen heranreichen konnte. Die (österliche wie pfingstliche) Weiterführung der Konzertreihe darf mit Freude erwartet werden! A. E.