Lenker wollte umdrehen: Unfall bei Wendemanöver auf B37. Weil ein 74-jähriger Wiener Pensionist auf der Bundesstraße 37 auf Höhe der Eni-Tankstelle umdrehen wollte, kam es am Nachmittag des 13. August zu einem schweren Verkehrsunfall. Der heftige Crash endete für drei Beteiligte glimpflich, die Beifahrerin des Wieners wurde jedoch schwer verletzt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 14. August 2019 (08:06)

Der Pensionist hatte seinen Mazda auf der Weinbergrast bei der Eni-Station getankt. Nachdem er diese verlassen hatte, wollte er - statt wie vorgeschrieben - Richtung Zwettl weiterzufahren, sein Fahrzeug wenden und Richtung Krems lenken.

Obwohl sich dort eine doppelte Sperrlinie befindet und sich ein Fahrzeug aus Krems kommend näherte, begann der Mann das Wendemanöver. Doch dieses ging gründlich schief. Ein mit rund 90 km/h Richtung Zwettl fahrender Pole (59) konnte seinen Passat nicht mehr rechtzeitig abbremsen und krachte mit der Front seines Pkw in die linke Hinterseite des Mazda.

Beim heftigen Zusammenstoß, nach dem der Mazda quer über die Fahrbahn stehen blieb, wurde die Beifahrerin (72) des Wieners schwer verletzt. Wie sich im Spital herausstellen sollte, erlitt sie einen Oberschenkelhalsbruch, einen Bruch der Augenhöhle und einen Nasenbeinbruch. Alle anderen Beteiligten, darunter der 23-jährige polnische Beifahrer im anderen Auto, blieben so gut wie unverletzt.

Zur Sicherheit wurden jedoch alle vom Roten Kreuz, das mit dem Notarzteinsatzfahrzeug und mehreren Rettungswägen im Einsatz stand, nach der Erstversorgung an Ort und Stelle ins Krankenhaus gebracht. Bei den anderen Unfallopfern wurden jedoch nur Prellungen konstatiert.

Binnen kurzer Zeit bildete sich ein Stau, in dem weitere Autolenker für gefährliche Situationen sorgten, weil sie auf der Schnellstraße umdrehten. Die Polizei leitete den Verkehr wechselweise an der Unfallstelle vorbei, teilweise musste er kurzzeitig auch komplett angehalten werden. Im Radio wurden die Verkehrsteilnehmer aufgerufen, für die Fahrt nach Langenlois über Hadersdorf, nach Gföhl via Lengenfeld auszuweichen.

Die FF Krems, die mit 20 Helfern und drei Fahrzeugen im Einsatz stand, konnte die havarierten Fahrzeuge rasch entfernen und ausgetretene Betriebsmittel binden. Der schnelle Abtransport der beiden Unfallfahrzeuge erfolgte mit einem Wechselladefahrzeug der FF Krems, sodass die Straße nach knapp mehr als einer Stunde wieder für den Verkehr freigegeben werden konnten.

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