Kinder-Clique schlug auf 8-Jährigen ein. Weil ein Gleichaltriger nicht mit ihnen spielte, pöbelten ihn Mini-Rabauken an. Auch ein Holzstock kam zum Einsatz.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 27. Mai 2020 (05:57)
Philip Ponners Lust, den Spielplatz in der Johann-Gottlieb-Jenichen-Gasse in Lerchenfeld zu besuchen, ist durch den Vorfall nicht vergangen. Seine Mutter Birgit lässt ihn allerdings nicht mehr alleine hingehen.
Aschauer

Auf dem Spielplatz in der Johann-Gottlieb-Jenichen-Gasse in Lerchenfeld machten Birgit Ponner und Sohn Philip schon mehrmals negative Erfahrungen. Was allerdings am Samstag, dem 16. Mai, passierte, bildet den vorläufigen negativen Höhepunkt. Der 8-Jährige vertrieb sich auf dem Spielplatz die Zeit, während Mutter Birgit, eine ausgebildete Krankenschwester, sich um ihre Mutter kümmerte – die Wohnung liegt in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes.

Als eine vierköpfige Gruppe ungefähr Gleichaltriger den kleinen Philip aufforderte, doch mit ihnen zu spielen, kam es zu den Szenen, die ein zufällig anwesender Erwachsener verfolgte und schließlich beendete. Weil der 8-Jährige lieber alleine bleiben wollte, beleidigten ihn die Mini-Rabauken aufs Tiefste. „Ich war schockiert, welche Schimpfwörter da dabei waren“, erzählt Ponner gegenüber der NÖN. Zur Draufgabe verpasste einer der Burschen Philip auch noch einen Schlag mit einem Holzstock, von dem er eine kleine Wunde davontrug.

Ponner wollte die üble Aktion nicht auf sich beruhen lassen und machte die Wohnadresse eines der beteiligten Rowdys ausfindig. Dessen Mutter schien sich allerdings nicht sonderlich für den Vorfall zu interessieren. „Es kam keine Entschuldigung, gar nichts. Deswegen habe ich Anzeige erstattet“, erzählt Ponner. Alleine auf den Spielplatz gehen lassen will sie ihren Sohn in absehbarer Zeit nicht mehr.