Lichtmast: Suche nach Top-Lösung. Planer wollen Situation beim Lichtmast neben Radweg nochmals überdenken.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 31. Juli 2020 (05:45)
„Keine optimale Lösung“: Stadtbetriebe-Bereichsleiter Roland Dewisch an der neuralgischen Stelle des Radwegs entlang der Kremser Ringstraße, an der ein Lichtmast für heftige Debatten sorgt.
Foto: Martin Kalchhauser

„Wir sind uns bewusst, dass der Mast an dieser Stelle keine optimale Lösung ist“, meint Stadtbetriebe-Chef Roland Dewisch zur heftigen Kritik am zwischen Ringstraßen-Rad- und Gehweg positionierten Lichtmast auf Höhe der Gartenaugasse. „Dass man sich bei der Planung nichts überlegt hat, ist aber zurückzuweisen.“

Leider scheitere eine Lösung mit der Befestigung des Lichtmastes am Gebäude (ehemalige Musikschule, Anm.) am Umstand, dass dieses zahlreiche Eigentümer habe, die alle zustimmen müssten. Zudem sei eine Situierung direkt neben der Wand wegen der vorstehenden Simse nicht möglich, was eine komplizierte, teure Konstruktion am Dach zur Folge hätte.

Leitungen im Boden verhindern Alternativen

Weitere Erschwernis bei der Suche nach einem besseren Standplatz: Im Boden verlaufen an dieser Stelle zahlreiche Leitungen (Lichtwellen, Internet, Strom, Telefon,…), zwischen denen nur exakt auf Höhe des derzeitigen Mastes eine „Lücke“ gefunden werden konnte. „Wir haben die Sache nicht aus Jux und Tollerei gemacht“, betont der Magistrats-Bereichsleiter. „Wir wissen selbst, dass das hier ,suboptimal‘ ist.“

„Die Sache ist noch nicht ad acta gelegt“, betont Dewisch, der unterstreicht, dass entgegen anderen Darstellungen 8 cm (nicht 20) auf die optimale Radwegbreite fehlen. „Wir werden nochmals alle Möglichkeiten prüfen.“ Ein eventueller Ausweg wären für ihn eine Versetzung der Metallstange direkt an die Mauer und eine schräge Konstruktion, sodass die Gesimse des Hauses nicht hinderlich sind. „Wir haben sicher nichts gegen die Radfahrer“, so Dewisch, „aber das ist wirklich eine extrem schwierige Situation.“