Donaubrücke bald für Busse gesperrt. Ausnahmen fallen: Brückenmeisterei kämpft um Verlängerung der Lebensdauer der Querung.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 08. Juli 2020 (05:39)
„Dauerpatient“ Donaubrücke Krems-Mautern: Ab dem Herbst wird es keine Ausnahmegenehmigungen mehr für Fahrzeuge mit mehr als 9 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht geben.
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Seit rund zwei Jahren ist das Befahren der Brücke zwischen Krems und Mautern für Fahrzeuge über 9 Tonnen gesperrt. Ausnahmen bestehen für Schulbusse und Einsatzfahrzeuge. Diese werden nach dem Sommer fallen.

„Jedes Schwerfahrzeug verkürzt Lebensdauer!“

Die Brücke – der Teil mit den alten Rundbögen stammt aus 1895, der andere aus 1945 – ist den aktuellen Belastungen nicht mehr gewachsen.

Brückenmeister Ernst Schöfer (links) und Polier Peter Resch: Aktuell werden die beiden Geh- und Radwege saniert.
Foto: Martin Kalchhauser

„Um den Betrieb auf längere Zeit sicherzustellen, müssen wir schwere Lasten vermeiden“, stellt Gerhard Fichtinger von der Landesstraßenabteilung fest. „Es gibt keinen Grund zur Panik. Die Brücke stürzt nicht ein, aber jedes schwere Fahrzeug verkürzt ihre Lebensdauer.“ Ab Herbst müssen auch Schulbusse den Umweg über die 1971 eröffnete St. Pöltner Brücke (B 37) nehmen.

Aktuell wird ein umfangreiches Gutachten erstellt, das Ende 2020 fertig sein wird. Derzeit saniert die Kremser Brückenmeisterei die Geh- und Radwege auf beiden Seiten. „Die Auskragung unter den Holzlatten wird teils erneuert, verrostete Streben werden sandgestrahlt und neu gestrichen“, erklärt Brückenmeister Ernst Schöfer. „Wegen des hängenden Arbeitsgerüsts kooperieren wir bei jeder Schiffspassage mit der Strompolizei, damit es zu keinen Zusammenstößen kommt.“

Wenn das Gutachten vorliegt, wird die Lebensdauer der Brücke abschätzbar sein. Für eine umfassende Sanierung mit Abänderung der Optik bzw. einen Neubau müsste aber erst der Konsens mit dem Bundesdenkmalamt und dem Welterbe Wachau hergestellt werden.

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