Nur ein „kleines Minus“ bei Kommunalsteuer. Vorsichtige Schätzungen hatten bei der Kommunalsteuer in Krems ein Corona-bedingtes Minus von mindestens zehn Prozent ergeben. Die erfreuliche Nachricht: Es waren 3,2 Prozent.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 05. Februar 2021 (04:35)
Die Pharma-Firma MSD Animal Health im Kremser Gewerbegebiet brachte 403.779 Euro an Kommunalsteuer in die Kasse der Stadt Krems ein.
Martin Kalchhauser

Die Kommunalsteuer, die die heimischen Betriebe an die Stadtgemeinde Krems abführen müssen, ist eine wichtige Einnahmequelle für den Stadtsäckel. In den vergangenen Jahren konnten immer wieder erfreuliche Steigerungen erzielt werden. Grund: Neuansiedlung von Unternehmen und Zuwächse bei der Zahl der Beschäftigten. Für 2020 wurde ein starker Knick in der Bilanz erwartet. Der fiel nun mit „nur“ 3,2 Prozent (454.890 Euro) doch nicht so extrem aus wie befürchtet.

Bei seinem Bericht zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung zeigte sich Stadtchef Reinhard Resch sehr erfreut über die Bilanz 2020. „Das ist eine sehr positive Nachricht“, meinte er zu den versammelten Mandataren und betonte: „Die Ausrichtung der Stadt Krems auf Bildung, Kultur und hochwertige Betriebe, etwa aus dem Bereich Biotechnologie, macht sich bezahlt.“ Erfreulich: Bei den wichtigen Zahlen (absolut und Tendenz) liegen alle wichtigen Bildungseinrichtungen – die IMC-Fachhochschule Krems, die KL (Karl-Landsteiner-Privatuniversität), die Donau-Universität Krems (DUK) und die DPU (Danube Private University) unter den Top-Zahlern.

Die Akquise neuer Unternehmen fällt seit dem vergangenen Jahr in den Arbeitsbereich des Stadtmarketings. Dass sich 2020 keine großen Bewegungen ergeben haben, ist wohl nicht zuletzt auf die Pandemie mit all ihren negativen Auswirkungen auf wirtschaftliche Entwicklungen und die Beschäftigungssituation zurückzuführen.