Polizistin als Metal-Sopran. Karin Fechner stand in Schweden als Gastsängerin mit der Metal-Band „Cryonic Temple“ auf der Bühne. Sie steuerte Gesangsparts zu neuem Album bei.

Von Petra Vock. Erstellt am 29. August 2017 (05:06)
Martin Fechner
Die Kremserin Karin Fechner – von Beruf Polizistin – begeisterte in Schweden als Sopran-Stimme einer Metal-Band.

Das hätte sie sich nicht träumen lassen: Die Kremser Polizistin Karin Fechner stand bei einem Metal-Festival in Schweden als Gastsängerin mit derselben Band auf der Bühne, der sie zwei Jahre zuvor noch vom Publikum aus zugejubelt hatte.

Die Vorgeschichte: Die schwedisch-finnische Melodic-Metal-Band „Cryonic Temple“ war für ihr neues Album auf der Suche nach einer klassischen Sängerin und sah auf YouTube einige Videos von Karin Fechner, die über eine klassische Gesangsausbildung verfügt. Begeistertes Fazit: „Das ist genau das, was wir noch brauchen!“

Bereits letzten Sommer verband Fechner daher einen Urlaub in Schweden mit einem Zwischenstopp im Tonstudio. Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Metal-Band und der Kremser Sopranistin ist das Album „Into The Glorious Battle“, für das Fechner bei sieben Titeln Harmonien und zusätzliche Gesangsparts beisteuerte.

Melodic/Power-Metal mit Kremser Beteiligung

Beim „Sabaton Open Air Festival“ im August stand Fechner jetzt vor vollem Haus mit „Cryonic Temple“ auf der Bühne: „Eine knappe Stunde lang gab es im Skisprung-Stadion Lugnet im schwedischen Falun Melodic/Power-Metal mit Kremser Beteiligung zu hören“, berichtet sie.

„Dabei leistete mir meine klassische Gesangsausbildung gute Dienste, da es verständlicherweise nicht möglich war, viel mit der schwedisch-finnischen Band im Vorfeld zu proben. Dennoch klappte alles perfekt und das Publikum forderte lautstark ,en gång till‘, also Zugaben“, freut sie sich.

Das Festival fand zum 10. Mal statt – vor insgesamt 16.000 Musikfans an vier Tagen. Mit dabei war auch die Ex-Iron-Maiden-Ikone Steve Harris mit seinem Projekt „British Lion“. „Die Stimmung war unglaublich, und es boten sich zahlreiche Gelegenheiten, mit den Stars in Kontakt zu kommen “, ist Fechner begeistert.