Radeln auf der Alauntalstraße: 332 Unterschriften nötig. Ein Initiativantrag im Gemeinderat soll die Öffnung für Radfahrer einen Schritt näher bringen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 07. Juni 2017 (03:30)
Die Einbahn in der Alauntalstraße soll für Radfahrer geöffnet werden. Die Radlobby sieht dadurch eine deutliche Erleichterung, die Altstadt von Westen aus mit dem Rad zu erreichen.
Johann Lechner

Der Kampf um die Öffnung der Alauntalstraße für den Radverkehr geht weiter. Mit einer Unterschriftenliste wollen die Studenten der IMC-Fachhochschule jetzt ihrem Ziel einen Schritt näher kommen. 332 Unterschriften sind laut Florian Pacher, Vorsitzender der Fachholschulvertretung, notwendig, damit die Thematik als Initiativantrag im Gemeinderat behandelt werden muss. Ende Juni soll die Liste abgegeben werden.

Stadt verweist auf KfV-Studie

Hintergrund des Wunsches einer Öffnung des 500 Meter langen – als Einbahn geführten – Abschnittes der Alauntalstraße vom Stadtgraben bis zur Gaswerkgasse ist der Wunsch der Studierenden, eine bequeme Verbindung zwischen dem Campus und dem IMC in der Piaristengasse zu schaffen.

21 Parkplätze müssten laut einer aktuellen Studie der Technischen Universität (TU) Wien geopfert werden. Bei einer – laut Studie – maximalen Auslastung von 61,5 Prozent wäre das kein Problem. Die Stadt verweist bislang auf eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, in der von einer Öffnung der Einbahn für Radfahrer abgeraten wird.

Durch die Unterschriftenliste möchte Pacher jetzt aber zeigen, dass eine Öffnung für eine Vielzahl von Studenten notwendig wäre. Unterstützung erhält er dabei von der Radlobby. „Bei ihrem Flohmarkt am Dreifaltigkeitsplatz konnten wir bereits viele Unterschriften sammeln. Ich hoffe sehr, dass wir mehr als 332 zusammenbringen“, sagt Pacher.

Werben will er dafür unter anderem in der Alauntalstraße selbst, wo die meisten Anrainer ja gegen eine Öffnung und eine Reduzierung der Parkplätze sind. „Es ist klar, dass manche dagegen sind, die Öffnung würde ihnen de facto aber nicht schaden“, bezieht sich Pacher auf die TU-Studie.

„Die Studenten müssen selber wissen, ob sie da nicht zu wenig Fingerspitzengefühl an den Tag legen. Es bringt niemandem etwas, wenn man die Situation eskalieren lässt“, ist Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel nicht von der Aktion überzeugt. Er möchte in naher Zukunft das Gespräch mit Pacher suchen, räumt aber ein: „Ich bin enttäuscht, dass nicht er den Kontakt gesucht hat.“

Ob die Studenten 332 Unterschriften sammeln können, weiß Scheichel nicht. „Wenn die Motivation und Beteiligung aber so niedrig sind wie bei der ÖH-Wahl, werden sie es schwer haben ...“

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