Quarantäne extrem: 21 Tage eingesperrt. Trotz zweier negativer Corona-Tests darf Tina Aigner aus Rehberg seit bald drei Wochen nicht aus ihrem Haus.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 23. September 2020 (05:35)
Blick übers Gartentor: Tina Aigner darf erst am 25. September wieder in Freiheit.
Johann Lechner

Am 4. September erhielt Tina Aigners Gatte Ronny Muhr das Ergebnis: Der Coronatest des Rehbergers war positiv ausgefallen. Er und seine Frau wurden sofort unter Quarantäne gestellt. Mittlerweile ist Muhr längst genesen und darf sich wieder in Freiheit bewegen.

Ganz anders geht es seiner Gattin, die trotz zweier negativer Coronatests noch bis 25. September das Haus nicht verlassen darf. Grund dafür ist die Anordnung des Gesundheitsamts, die besagt, dass die Quarantäne erst zehn Tage nach der nachweislichen Genesung der im gleichen Haushalt lebenden, an Covid-19 erkrankten Person endet.

Auch finanziell ein "Fiasko"

Aigner spricht nach mittlerweile 19 Tagen in Quarantäne von einer psychischen Belastungsprobe: „Es ist schon sehr arg. Ich bin da schon sehr dankbar, dass ich Freunde und Familie habe, die mich umsorgen. Und ohne unseren kleinen Garten wäre es noch viel schlimmer.“ Doch ihre eigene seelische Verfassung ist nicht Aigners einziges Problem.

Die 51-Jährige führt das Sportartikelgeschäft „Sportivatex“ in der Göglstraße in Krems. „Finanziell ist das ein Fiasko. Es gibt keine Rücklagen mehr und ich habe Fixkosten von 2.000 Euro.“ Sie hofft nun auf ein Entgegenkommen ihrer Vermieterin und eine Entschädigung aus dem entsprechenden Topf des Bundes.