Eisschwimmen: Wohlgefühl in der Kälte. Ein kleines Grüppchen von Aktivisten trifft sich jeden Sonntagvormittag zum Eisschwimmen in Rossatzbach. Therapie, nicht nur Modetrend!

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 17. Februar 2021 (05:24)

Gemeisam mit Gleichgesinnten geht Stefan Szing (56), der Obmann des Vereins der Wassersportfreunde Krems, jeden Sonntagvormittag um 10 Uhr am Donaustrand zu Rossatzbach ins Wasser. Eine Temperatur des Wassers um den Gefrierpunkt und der Luft noch darunter sind keine Hindernisse …

Szing, der das Eisschwimmen als Therapie nach einer schweren Erkrankung für sich entdeckt hat: „Wir wärmen uns auf, gehen dann zügig bis zum Hals ins Wasser.“ Dort bleibe man je nach Vorliebe bis zehn Minuten. „Wichtig ist es, ruhig zu atmen und den Kopf über der Oberfläche zu halten.“

Kälte löst nach kurzer Zeit Glücksgefühl aus

Eisschwimmen sei eine „Kopfgeschichte“. „Die Kälte löst ein Kribbeln und Stechen auf der Haut aus, dann wird das Stresshormon Noradrenalin frei, und es stellt sich ein Glücksgefühl ein, sodass man sich total wohlfühlt.“ Ob man vorher einen Arzt konsultieren sollte? Szing: „Das soll jeder halten, wie er will. Sinnvoll ist es jedenfalls, nicht alleine und nicht in einen tiefen Bereich zu gehen.“ Daher sei der flache Strand in Rossatzbach so ideal. Ein absolutes Tabu sei es auch, ins kalte Wasser zu springen.

Wer Interesse am Eisschwimmen hat, kommt also einfach mit Badekleidung und einem Badetuch sowie eventuell Badeschuhen an einem Sonntag um 10 Uhr in Rossatzbach zur Motorfähre-Anlegestelle.