Krems , St. Pölten

Erstellt am 15. März 2019, 04:56

von Thomas Werth

Raubverdacht nach ausgiebiger Lokaltour. 20-Jähriger wachte ohne Handy und Geldbörse im Spital auf. Dass ihm jemand anderer etwas verabreichte, bestätigte sich nicht.

Symbolbild  |  Von Spok83, Shutterstock.com

Im Dunkeln blieb das Ende einer Lokaltour durch St. Pölten für einen Kremser (20). Zusammen mit einem Freund zog der 20-Jährige Anfang März von einer Bar zur nächsten und soll dabei jeweils sehr tief ins Glas geblickt haben. Doch irgendwann gingen beim jungen Kremser die Lichter aus – zu sich kam er mehr als einen Tag später im Kremser Krankenhaus. Von der Geldbörse und seinem Handy fehlte jede Spur.

Er vermutete daher, etwas verabreicht bekommen zu haben und ausgeraubt worden zu sein. Im Krankenhaus schien sich dieser Verdacht zunächst auch zu bestätigen: Bei der Blutanalyse deuteten Werte auf eine Einnahme von weiteren Substanzen hin. Die Polizei wurde eingeschaltet.

Doch bei den Erhebungen konnten die Beamten rasch einen Raubverdacht ausschließen. Der 20-Jährige dürfte wohl selbst Beruhigungsmittel zu sich genommen haben, die ihn in Kombination mit der großen Menge an Alkohol außer Gefecht setzten.Seine Geldbörse hatte er auch nicht verloren – sie tauchte bei ihm zu Hause auf. Sein Handy hatte der Kremser einem Taxifahrer als „Kaution“ hinterlegt, da er kein Bargeld bei sich hatte, um die Fahrt zu bezahlen.