Betriebsareal ist verkauft

Hintenberger-Grund wechselt Besitzer. Chance für Neugestaltung des Zellerplatzes.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 04:32
440_0008_8218500_kre43hintenberger_zellerplatz_kre.jpg
Das Hintenberger-Areal mit seiner markanten Front hat ein Ablaufdatum. Bei der Neugestaltung des Platzes wird auch die Stadt Krems ein Wörtchen mitreden.
Foto: Martin Kalchhauser

Der deutsche Immobilienentwickler Jörg Ackermann hat ein Bieterverfahren um das 4.360 m² große Areal der Dachdecker- und Spengler-Firma Hintenberger am Zellerplatz gewonnen. Bis zu seiner „Verwertung“ wird jedoch noch viel Zeit vergehen.

Ackermann, der auf Anfrage der NÖN bestätigt, über den begehrten Platz zu verfügen, will erst Anfang 2022 bekannt geben, wie er das Grundstück verwerten wird. Im Raum steht die Gründung einer eigenen Projektgesellschaft. „Auf jeden Fall wird die Stadt da mitzureden haben“, erklärt er. „Denn eine Studie wird klären, was an dieser Stelle sein darf.“ Auf jeden Fall sei es sein Bestreben, „dass es schöner wird“.

Vorerst wird die erfolgreiche Traditionsfirma Hintenberger (gegründet 1923), die saisonabhängig 50 bis 60 Mitarbeiter hat, ihren Standort weiter nutzen können. Und für Ackermann, seit 1992 in der Immo-Branche tätig, bedeutet es eine gute Frist für Planungen: „Es werden nicht morgen schon die Bagger auffahren.“

Jens Dekarsky, Geschäftsführer der Firma Hintenberger, bestätigt die Fakten. „Wir werden unser Unternehmen an einem anderen Standort neu aufbauen.“ Zwar sei noch offen, wo das sein werde – nach jetzigem Stand habe aber Mautern die besten Karten, weil man dort bereits über eine Liegenschaft verfüge. „Wir sind aber offen für vieles.“ Auch die mehrjährige Frist für den Abzug aus Stein bestätigt Dekarsky. „Derzeit kann nichts passieren. Die Sache dauert.“

Über den Kaufpreis gibt es keine Information. Letzten Schätzungen (2019) zufolge hat der Quadratmeter dort aber einen Wert von rund 700 Euro, was einen Gesamtpreis von mehr als 3 Millionen Euro bedeuten würde.

Umfrage beendet

  • Hintenberger-Absiedelung: Chance für Zellerplatz?