Krems

Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:02

von Franz Aschauer

Freudenhaus „Relax“ muss schließen. 49 Gläubiger stellen im Konkursverfahren ihre Forderungen. Masseverwalter Frank Riel stellt aber keine Quote in Aussicht.

Symbolbild  |  Pixabay

Böses Weihnachtserwachen für den Nachtclub „Relax“ an der Förthofer Donaulände. Ein Gläubigerantrag veranlasste das Landesgericht Krems, das Konkursverfahren zu eröffnen. Der Schuldenstand beträgt 316.000 Euro.

Neben dem Standort Stein betreibt die in England gegründete Firmengruppe „Relax“ auch ein Freudenhaus in Tulln, das ebenfalls insolvent ist. „Beide Niederlassungen werden mit Ende des Jahres geschlossen. Es wird ein sehr schnelles und billiges Verfahren werden“, schildert Masseverwalter Frank Riel.

20 Dienstnehmerinnen sind betroffen

20 Dienstnehmerinnen sind von der Schließung betroffen, alle haben den Betrieb mittlerweile verlassen. „Die meisten sind bereits in das Ausland gereist, vorwiegend nach Rumänien oder in die Slowakei“, berichtet Riel.

Über einen Monat haben die 49 Gläubiger jetzt Zeit, ihre Forderungen über den Gläubigerschutzverband Creditreform zu stellen. Am 22. Februar wird dann in der ersten Versammlung verhandelt.

Große Hoffnung auf das Erzielen einer Insolvenzquote stellt Riel den Gläubigern allerdings nicht in Aussicht. „So leid es mir für die Betroffenen tut, wird das Verfahren für mich eine ganz rasche Erledigung.“