Krems

Erstellt am 19. Januar 2017, 05:35

von Karl Pröglhöf

„Kremser Schmidt“ ist wieder zurück. Über hundert Jahre nach dem Verkauf hängt Gemälde jetzt wieder in Steiner Pfarrkirche.

Werner Friedl vom Pfarrgemeinderat und Kaplan Matthias Martin freuen sich über die Rückkehr des „Kremser Schmidt“-Gemäldes.  |  NOEN, Lechner

Die Steiner Pfarrkirche St. Nikolaus, die derzeit renoviert wird, ist um ein Prunkstück reicher: ein Gemälde des „Kremser Schmidt“! Es ist nach mehr als 100 Jahren wieder in das Gotteshaus zurückgekehrt.

Das vier Meter hohe und 2,20 Meter breite Bild zeigt die Taufe Christi. Dieses Gemälde wurde in den Jahren 1903/04 zusammen mit weiteren fünf Gemälden des „Kremser Schmidt“ vom damaligen Steiner Pfarrer Walzer verkauft, um die Kosten der neogotischen Umgestaltung der Pfarrkirche zu finanzieren.

Die Mehrzahl der Bilder dürfte damals von einer Adelsfamilie erworben worden sein. Über ihren derzeitigen Verbleib ist nichts bekannt.

Die „Taufe Christi“ wurde vom damaligen St. Pöltner Diözesanbischof Johannes Baptist Rößler erworben und hing später im bischöflichen Seminar in Melk. Bei dessen Auflösung kam das Gemälde in das Diözesanmuseum und wurde dort restauriert. Nun wurde es an die Steiner Pfarrkirche übergeben. „Damit hat dieses Meisterwerk im wahrsten Sinn des Wortes heimgefunden“, freuen sich Kaplan Matthias Martin und Werner Friedl vom Pfarrgemeinderat.