Sternhof ohne Parkplätze. 23 neue Wohnungen sorgen für politischen Zank: Die UBK kritisiert, dass bei der Umgestaltung des ehemaligen Gasthofs „Zum goldenen Stern“ keine Garage gebaut worden ist.

Von Udo Sagl. Erstellt am 16. Juni 2017 (05:24)
NOEN, privat
Der Sternhof ist fertig. Im Bild: Stadtrat Erwin Krammer, die Gedesag-Chefs Günter Hanko und Alfred Graf, Landesrat Karl Wilfing und Bürgermeister Reinhard Resch.

„Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“ Gedesag-Direktor Alfred Graf nimmt es relativ gelassen zur Kenntnis, dass das frisch vollendete Projekt Sternhof unter keinem guten Stern steht.

Schon in der Planungsphase hatte die Umgestaltung des ehemaligen Gasthofs „Zum goldenen Stern“ an der Ecke Göglstraße/Pollhammer-Gasse für einigen Wirbel gesorgt. Anrainer Wolfgang Zöch hatte Einspruch erhoben, was zu einer Verzögerung führte.

Tiefgarage nicht möglich

Jetzt, unmittelbar nach der Schlüsselübergabe, steht der nächste Ärger ins Haus. Die UBK-Gemeinderäte haben eine schriftliche Anfrage an den Bürgermeister gerichtet und kritisieren darin, dass die neuen Wohnungen ohne Garage gebaut worden sind: „Bei 23 Wohneinheiten werden erfahrungsgemäß etwa 46 Parkplätze für die Bewohner und Besucher benötigt.“ Es sei mit einer weiteren Verschärfung der Parkplatznot und mit einer zusätzlichen Verkehrsbelastung in der Innenstadt zu rechnen.

Die Gedesag kontert: „Die Wohnungen des Sternhofs wurden überwiegend an ältere Personen vergeben, die keine zwei Autos haben, sondern vielfach über gar keines mehr verfügen.“

Außerdem sei die Schaffung einer Tiefgarage aus technischen Gründen angesichts des denkmalgeschützten Altbestandes einfach nicht möglich gewesen, erklärt Graf. „Für die nicht errichteten Stellplätze wurde laut NÖ Bauordnung eine Ausgleichsabgabe gezahlt.“