Knalleffekt! Schroll zieht sich zurück. Wegen eines „reizvollen Angebots“ beendet Alexander Schroll mit seiner Baufirma das operative Geschäft. 13 gekündigte Mitarbeiter erfuhren erst in der Vorwoche davon.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 16. Juli 2019 (05:18)
Johann Lechner
Alexander Schroll vor dem Firmensitz in Theiß. Die Lagerhalle hat der 53-Jährige bereits vermietet.

Im Herbst 2017 verlegte Alexander Schroll seine Baufirma wegen des tragischen Todes seines Bruders Manfred (die NÖN berichtete) von Tirol zurück in seine Kremser Heimat. 2018 folgte der Einzug der 14-köpfigen Mannschaft in das Firmengebäude in Theiß.

„Werde in einer anderen Branche tätig sein“

Nicht einmal ein Jahr später beendet Schroll-Bau seine operative Tätigkeit, wie es Schroll selbst formuliert. Er habe ein „reizvolles Angebot“ bekommen. Worum es sich dabei genau handelt, will Schroll nicht verraten. Nur so viel: „Ich werde in einer anderen Branche tätig sein. Mit 53 Jahren bin ich froh, wenn es in Zukunft etwas ruhiger wird.“ Finanzielle Gründe würden nicht hinter dem Rückzug stecken, versichert Schroll.

Die Firma Schroll-Bau existiere zwar weiter, allerdings ohne Mitarbeiter. Elf Bauarbeiter und zwei Bürokräfte wurden bereits gekündigt. Obwohl Schroll schon seit drei Monaten seinen Abschied vorbereitet hatte, erfuhr das Personal erst am vergangenen Donnerstag von seinem Schicksal. „Ich würde nicht sagen, sie sind überrumpelt worden. Es war einfach notwendig, das so kurzfristig zu machen“, erklärt Schroll. Böses Blut habe es keines gegeben. Viele seiner Leute wüssten bereits, wo sie in Zukunft arbeiten werden. „Wir haben zum Abschluss zusammen ein Bier getrunken. Keiner ist mir böse.“

Offene Baustellen hinterlasse seine Firma nicht, sagt Schroll. Partnerbetriebe würden lediglich noch ein paar Kleinigkeiten abschließen müssen.