Traktorverbot nach Unfall wieder aktuell

Gefahr / Landwirtschaftliche Fahrzeuge gehören nicht auf die B 37a, meinen viele Autolenker. Doch die Bauern sehen keine Alternative.

Erstellt am 04. August 2014 | 08:45
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Foto: NOEN, Manfred Wimmer - Krems

KREMS /  „Viel zu gefährlich! Traktoren haben dort einfach nichts verloren.“ Heimische Autofahrer fordern nach dem jüngsten Unfall auf der Kremser Donaubrücke erneut ein Fahrverbot für landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Dabei war der Traktorfahrer im konkreten Fall völlig unschuldig: Wie berichtet, war die Zugmaschine des 53-jährigen Leopold G. vom PKW eines Kremser Geschäftsmannes regelrecht „abgeschossen“ und umgestoßen worden. G. erlitt Verletzungen. Unfallursache: Der PKW-Lenker hatte offenbar die Geschwindigkeit des Traktors völlig falsch eingeschätzt.

Dass Nutzfahrzeuge auf der Brücke unterwegs sein dürfen, geht auf eine Ausnahmeregelung aus dem Jahr 1975 zurück. Für Landwirte aus Krems-Süd war es der schnellste Weg zum Kremser Lagerhaus. Dieses existiert zwar nicht mehr, aber die Traktoren fahren immer noch.

Ida Steiniger, Obfrau der Bezirksbauernkammer, will von einem Traktorverbot nichts wissen: „Das würde eine Kluft aufreißen.“ Die Landwirte hätten keine andere Fahrmöglichkeit, erklärt Steininger.

„Gefährlich ist diese Situation für alle, nicht zuletzt für die Traktorfahrer selbst“, so Walter Braunsteiner, Kommandant der Autobahnpolizei Krems. „Es hat auf dieser Straße seit 1975 ziemlich viele Unfälle mit Traktoren gegeben. Meines Wissens ist es nie tödlich ausgegangen, aber das kann jederzeit passieren.“