Umkämpfte Häuser vor dem Abriss. Behörde beanstandet Plan, die Schillerstraße-Häuser 2 und 4 abzureißen, nicht. Die Hoffnung der Projektgegner scheint gebrochen. Genauer Zeitplan steht noch nicht.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 29. Juli 2020 (06:03)
Wie lange die Schillerstraßen-Häuser 2 und 4 noch stehen, ist ungewiss. Den Projektgegnern gehen jedenfalls langsam die Möglichkeiten aus.
Aschauer

Ein mehr als halbjähriger Kampf neigt sich seinem Ende zu. Die Anrainer-Bewegung, die sich gegen den Abriss zweier rund 150 Jahre alter Häuser in der Schillerstraße formiert hat, sieht ihre Felle nach einer Anrainerverständigung, die das Amt für Anlagenrecht am 17. Juli ausgeschickt hat, davonschwimmen. Darin steht, dass die Vorprüfung der Baubehörde zu keiner Abweisung des Ansuchens der Haring Group geführt hat.

Wie berichtet, plant das Wiener Unternehmen die Errichtung von Eigentumswohnungen anstelle der historischen Häuser Nummer 2 und 4. Die Projektgegner sehen dadurch das Gesamtbild des Straßenzuges bedroht. Eine Meinung, die bald auch der Gemeinderat teilte. Bürgermeister Reinhard Resch gab den Auftrag, prüfen zu lassen, ob eine Schutzzone eingerichtet werden kann. Mittlerweile ist klar: Eine Schutzzone wird kommen, nur nicht mehr für die Häuser 2 und 4. Für sie kommen die Bemühungen zu spät. „Das Ensemble Schillerstraße ist damit zerstört. Das ist eine Armutserklärung der Stadt Krems“, reagiert Anrainer-Sprecher Richard Scholter resigniert.

Sorgen macht sich Gerhard Kostera. Weil die Häuser 4 und 6 als e i n Haus errichtet worden sind, befürchtet er beim Abriss große Schäden an Haus Nummer 6. „Ich werde deswegen auch eine Einwendung einbringen“, sagt er.

Wie geht es jetzt weiter? Die Baubehörde muss nun einmal alle Eingaben prüfen und bewerten. Erst dann kann ein erstinstanzlicher Abrissbescheid ausgestellt werden.