Vereinswesen als „Lebenselixier der Stadt”. Im Rahmen des Volksfestes bedankte sich Bürgermeister Reinhard Resch bei den zahlreichen Kremser Vereinen. Die Bandbreite hält für jeden Geschmack etwas bereit.

Von Teresa Lackner. Erstellt am 05. September 2017 (04:44)
Otto Ruske ist Clubobmann der NÖ Numismatischen Gesellschaft Krems-Wachau, eines der zahlreichen Vereine der Stadt.
Johann Lechner

„Unseren Vereinen gebührt höchster Respekt – in diesem Sinn spreche ich ein großes Dankeschön von Seiten der Stadt aus“, meinte Bürgermeister Reinhard Resch im Zuge der Vereinsehrung auf dem Volksfest.

„Die Magische Zehn” besteht seit 1968

Insgesamt gibt es rund 450 Vereine in Krems und manche weisen ein beträchtliches Alter auf: Die Hauerinnung wurde bereits 1447 gegründet und der Schützenverein besteht sogar schon seit dem Jahr 1440.

„Die Stadt gibt jährlich 1,3 Mio. Euro für die Unterstützung der Vereine aus. Mehr als die Hälfte fließt in die Förderung der Feuerwehren“, so Resch. Die Herausforderung besteht laut Resch klar darin, Nachwuchs zu gewinnen.

Auch die Musikvereine in Krems konnten sich freuen: Bürgermeister Reinhard Resch bedankte sich für ihr Engagement und überreichte den Mitgliedern die Urkunden. Foto: Stadt Krems
Stadt Krems

Die große Bandbreite an Clubs in Krems spiegelt die vielen verschiedenen Interessen wider: Neben den klassischen Vereinen gibt es zum Beispiel Zauberer, Münzsammler und sogar Jongleure.

„Die Magische Zehn” wurde 1968 gegründet und zählt derzeit 23 Mitglieder jeden Alters. Der Club hat sich die Förderung und Pflege der Zauberkunst in NÖ zur Aufgabe gestellt.

„Das Besondere an unserem Verein ist die universelle Möglichkeit, alles zum Thema Zauberei vorfinden und ausprobieren zu können”, so der Präsident Kurt Baldrian (genannt Saladin). Die Mitglieder organisieren regelmäßig Veranstaltungen und Feste, so auch zum 50. Jubiläum der „Magischen Zehn”: Am 21. Juli 2018 wird auf der MS Austria ein „Magic Dinner” gefeiert.

Jongleure treffen einander seit 27 Jahren

Freunde des Münzen-Sammelns sind in der „NÖ Numismatischen Gesellschaft Krems-Wachau“ gut aufgehoben. Der Verein zählt in Österreich mit 88 Mitgliedern zu den größten seiner Art. „Seit der Vereinsgründung 1973 ist es uns wichtig, die numismatische Tradition im Bereich Krems-Wachau aufrechtzuerhalten”, meint Clubobmann Otto Ruske.

Das Highlight des Vereins ist die jährliche Münzbörse in Spitz im Frühjahr: In Zusammenarbeit mit Universitäten und dem Dorotheum referieren Top-Numismatiker. Am nächsten Tag kommen rund 800 Leute zur großen, überregionalen Münzbörse zusammen.

Der Vereinsobmann der „Jonglierwerkstatt”, Gottfried Lackner, erzählt: „Nach Beenden des Studiums und dem Umzug von Wien nach Krems wollte ich das Jonglieren nicht aufgeben. So habe ich 1990 mit einem Freund angefangen, das Zirkuswesen in Krems aufzubauen.“ Erst 1998 kam es zur offiziellen Gründung der „Jonglierwerkstatt”.

Der Verein trifft sich schon seit 27 Jahren jeden Montag von 17 bis 19 Uhr im Turnsaal Nord des BRG Ringstraße. „Es gibt bei uns keinen herkömmlichen Kursbetrieb, jeder lernt von jedem. Interessierte sind herzlich willkommen”, so Lackner. Aus der „Jonglierwerkstatt” sind sogar einige internationale Größen hervorgetreten. „Der Kontakt ist dennoch nicht abgebrochen“, erzählt Lackner.

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