Wachzimmer wird nun konkret. In der Margarethenstraße könnte es geeignete Räumlichkeiten geben.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 24. August 2018 (05:00)
„Margarethenstraße 5“ könnte die Adresse des künftigen Innenstadt-Wachzimmers lauten.
Martin Kalchhauser

Kommt die „never ending Story“ eines Innenstadt-Wachzimmers für Krems nun doch zu einem Ende? Die Zeichen lassen es ahnen …

Da gibt es einmal heute, Dienstag, 21. 8., einen Besichtigungstermin mit Vertretern der Stadt Krems und der Landespolizeidirektion NÖ (u. a. dem für Logistik zuständigen Robert Klaus). Im Zentrum steht das Objekt Margarethenstraße 5. Im Haus der GEDESAG könnten sich Räumlichkeiten anbieten. Zudem liegt das Objekt mitten in der „Szene“ der Lokale am Pfarrplatz und Hohen Markt.

Einen Termin im Innenministerium hat Bürgermeister Reinhard Resch dann am Mittwoch, 5. September, beim Fachreferenten Thomas Franklin. Konkrete Hilfe, etwa Geld, ist von dort allerdings nicht zu erwarten.

„Wir reden von einem Stützpunkt, keiner Außenstelle!“

Ziemlich sicher scheint, dass es sich beim Innenstadt-Wachzimmer nur um ein kleines Büro handeln wird. Für eine eigene Außenstelle gibt es keine Ressourcen. Mit 55 Planstellen ist die Polizeiinspektion Krems derzeit zwar voll besetzt, Beamte für eine dauernde Innenstadt-Präsenz abzustellen, wird aber nicht möglich sein.

PI-Chef Herbert Prandtner darf sich dazu nicht äußern („Wir erfüllen unsere Aufträge. Wenn das Innenstadt-Wachzimmer kommt, werden wir das umsetzen.“). Wortkarg ist auch der stellvertretende Landespolizeidirektor Franz Popp, stellt aber klar: „Wir reden von einem Stützpunkt, keiner Außenstelle!“

Kein Hehl aus seiner Ablehnung macht weiterhin Bezirkspolizeikommandant Manfred Matousovsky: „Wenn es der politische Wille ist, werden wir uns nicht entgegensetzen. Aber das subjektive Sicherheitsgefühl wird nur durch mehr Präsenz, etwa Streifen, gehoben.“ Ein Raum mit dem Polizei-Schild, wo sich die meiste Zeit niemand aufhalte, sei da kein Gewinn.